Der vorliegende Artikel untersucht die Rolle der sudanesischen Streitkräfte in Sudans derzeitigem Bürgerkrieg im Kontext der Konfliktlösung. Im Mittelpunkt steht dabei das Netzwerk innerstaatlicher Partner der SAF, darunter die Islamische Bewegung sowie Rebellengruppen aus der Peripherie des Sudan, die aus jahrzehntelangen Aufständen gegen die herrschenden Regime in Khartum hervorgegangen sind. Ziel des Beitrags ist es, herauszuarbeiten, inwiefern die fragmentierte Struktur der Kriegsallianz um die SAF die Bemühungen um eine nachhaltige Konfliktlösung behindert. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern das fragile Geflecht aus unterschiedlichen Kriegspartnern zur zögerlichen Haltung der Armeeführung in Friedensverhandlungen beigetragen hat. Ebenso wird diskutiert, wie stabil dieses Bündnis langfristig sein kann, insbesondere in einem möglichen Post-Konflikt-Szenario.
Über diese Reihe
Die Publikationen der Forschungs- und Strategiereihe „Sicherheitsdialog Ostafrika: Einblicke und Perspektiven“ werden in regelmäßigen Abständen vom Regionalprogramm Sicherheitspolitischer Dialog Ostafrika herausgegeben. Ziel der Reihe ist es, über die neuesten sicherheitspolitischen Entwicklungen in der Region Ostafrika analytisch und umfassend zu informieren und dabei das Interesse für diese zunehmend relevante Thematik zu stärken. Sicherheitspolitische Entwicklungen in Ostafrika werden von den Autoren der Reihe in einem breiter gefassten Verständnis untersucht. Neben klassischen sicherheitspolitischen Themen wie zwischenstaatlichen Konflikte oder Terrorismus befasst sich die Reihe ebenfalls mit Themen wie Flucht und Migration sowie die Auswirkung des Klimawandels auf Sicherheit.