Zum dritten Mal brachte RP SIPODI East Africa in Kampala junge Fachkräfte und Experten aus den Bereichen internationale Politik, Sicherheit und Diplomatie zusammen. Die Akademie hat sich zum Ziel gesetzt, ein besseres Verständnis für internationale und sicherheitspolitische Angelegenheiten in einer globalisierten Welt zu vermitteln. Sie wurde konzipiert, um die Fähigkeit der Teilnehmer zur kritischen Analyse zu stärken und afrikanische Perspektiven in globale Zusammenhänge einzuordnen. Die Akademie umfasste eine Reihe von Vorträgen, Workshops und offenen Diskussionen.
Am 25. August eröffnete Jan-Ole Voß, Leiter des RP SIPODI Ostafrika, offiziell die Kampala Geopolitics Academy 2026 (KGA). In seiner Begrüßungsrede gab er eine umfassende Einführung der Arbeit und Geschichte der Konrad-Adenauer-Stiftung. Im Laufe der Woche setzten sich die Teilnehmer der Akademie mit einer ganzen Reihe an Themen auseinander, etwa mit Geopolitik, wirtschaftlicher Sicherheit, digitaler Souveränität, Multilateralismus und der sich wandelnden Rolle Afrikas in globalen Angelegenheiten.
Ein darauffolgender Vortrag von Jan-Ole Voß und Karl Wiesemeyer, Programm-Manager, RP SIPODI Ostafrika, untersuchte die evoluierende Afrikastrategie Deutschlands. Im Vortrag wurde die Schwerpunktverlagerung der deutschen Afrikastrategie von einem hilfe-orientierten hin zu einem interessengeleiteten Ansatz, bei dem gegenseitige Interessen und strategische Prioritäten stärker berücksichtigt werden. Jan-Ole Voß und Karl Wiesemeyer betonten, dass Deutschland seinen Ansatz gegenüber Afrika zunehmend auf Handel und Investitionen sowie auf Energie- und Sicherheitspartnerschaften ausrichtet, und dabei gleichzeitig auf den voranschreitenden Wettbewerb durch globale Akteure wie China, Russland, die Vereinigten Staaten und die Golfstaaten reagiert.
In der zweiten Sitzung, die von Angelo Izama, Ökonom und Politikanalyst, moderiert wurde, wurde untersucht, inwiefern kritische Mineralien, globale Lieferketten und Energiesysteme zunehmend zu Bereichen geopolitischen Wettbewerbs geworden sind. Er hob die wachsenden Bemühungen von Ländern wie den Vereinigten Staaten, China und Russland hervor, sich den Zugang zu essenziellen Ressourcen wie Lithium, Kobalt und Seltenen Erden zu sichern. Dieser Wandel habe die wirtschaftlichen Beziehungen von einem Schwerpunkt, der vorrangig auf Handel und Zusammenarbeit lag, hin zu Strategien verlagert, bei denen die Diversifizierung der Lieferketten und die nationale Sicherheit im Mittelpunkt stehen.
Am 26. August 2026 beleuchtete Jan-Hendrik Kuntze, leitender politischer Berater der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, das Konzept der digitalen Souveränität und die Bedeutung der Sicherung afrikanischer und europäischer Handlungsfähigkeit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. In seinem Vortrag hob er Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von ausländischen Technologieanbietern, des Dateneigentums, der digitalen Infrastruktur, der Cybersicherheit und des wachsenden Einflusses globaler Technologieunternehmen hervor. In der anschließenden Diskussion wurde betont, wie wichtig es ist, lokale digitale Kapazitäten aufzubauen, in Qualifikationen und Infrastruktur zu investieren, wirksame Rahmenbedingungen für die KI-Governance zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa zu stärken, um sicherzustellen, dass beide Regionen die technologische Entwicklung so gestalten können, dass ihre Interessen, Werte und strategische Autonomie gewahrt bleiben.
Daniel Bwambale, regionaler Politikanalyst, sprach anschließend über das Thema „Geografie als Macht: Häfen, chokepoints und der maritime Wettstreit um Ostafrika“. Er untersuchte die strategische Bedeutung der ostafrikanischen Küste, der Häfen und der wichtigsten Seewege für die Gestaltung der regionalen und globalen Geopolitik und hob hervor, wie die Kontrolle über und der Zugang zu wichtigen Häfen und maritime Nadelöhre den Handel, die Energiesicherheit, militärische Operationen und die wirtschaftliche Vernetzung beeinflussen. Die Diskussion befasste sich zudem mit dem wachsenden Wettbewerb zwischen regionalen und globalen Mächten um Einfluss auf die maritime Infrastruktur Ostafrikas und beleuchtete dabei die Chancen und Risiken, die sich daraus für die wirtschaftliche Entwicklung, die Sicherheit und die strategische Autonomie der Region ergeben.
In den Vorträgen von Irene Ogaja, Konfliktanalystin bei der Eastern Africa Standby Force, am 27. August 2026 zu den Themen „Afrikanischer Multilateralismus unter Druck“ und „Die Zukunft der Friedenssicherung in Afrika“ wurde die sich wandelnde Rolle afrikanischer Institutionen und Länder bei der Bewältigung regionaler Sicherheitsherausforderungen vor dem Hintergrund zunehmender Rivalitäten zwischen den Großmächten beleuchtet. In den Diskussionen wurde die Rolle der Afrikanischen Union (AU) und der Intergovernmental Authority on Development (IGAD) bei der Förderung von Frieden, Sicherheit, regionaler Zusammenarbeit und Konfliktlösung hervorgehoben, wobei auch die Herausforderungen durch politische Spaltungen, begrenzte Ressourcen und konkurrierende externe Interessen berücksichtigt wurden. Die Veranstaltungen befassten sich zudem mit dem Wandel der Friedenssicherung in Afrika. Dabei wurde Uganda als Fallbeispiel für einen „Sicherheitsexporteur“ vorgestellt, da das Land aktiv Truppen und Sicherheitskapazitäten für regionale Friedensoperationen bereitstellt. Insgesamt wurde in den Diskussionen betont, wie wichtig es ist, die von Afrika geführten Sicherheitsmechanismen zu stärken und die Fähigkeit des Kontinents zu verbessern, seine eigenen Herausforderungen im Bereich Frieden und Sicherheit zu bewältigen.
Schließlich bereicherte Prof. Phillip Kasaija Apuuli vom Fachbereich für Politikwissenschaft und öffentliche Verwaltung der Makerere-Universität am 28. August 2026 die Akademie mit Vorträgen, in denen das wachsende Engagement der Türkei in Afrika und die Auswirkungen des Ausbaus globaler Partnerschaften auf die Handlungsfähigkeit Afrikas untersucht wurden. Im Rahmen des Votrags „Die Hinwendung der Türkei zu Afrika“ wurde untersucht, wie Ankara „Soft Power“ — darunter Diplomatie, Bildung, humanitäre Hilfe und kulturelles Engagement — mit strategischen Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaften verbindet, wobei Somalia als zentrales Fallbeispiel für diesen Ansatz fungierte. Die Diskussionen befassten sich zudem mit der Erweiterung der BRICS-Staaten und dem Konzept der afrikanischen Multipolarität, einschließlich der jüngsten Mitgliedschaft Äthiopiens in den BRICS und deren Bedeutung für die Fähigkeit des Kontinents, seine internationalen Partnerschaften zu diversifizieren.
Ein am selben Tag abgehaltener Politik-Workshop ermöglichte es den Teilnehmern, die im Laufe der Woche erworbenen analytischen Instrumente anzuwenden. In Gruppen erarbeiteten sie politische Empfehlungen zu aktuellen sicherheitspolitischen und geopolitischen Herausforderungen und hielten dazu Präsentationen. Dabei stützten sie sich auf die verschiedenen Themen, die während der Akademie diskutiert worden waren.
Die Kampala Geopolitics Academy 2026 endete am 29. August mit der Präsentation der Polikberichte durch die Teilnehmer, gefolgt von einer Abschluss- und Feedbackrunde im Kalanoga Resort in Busabala. Das Programm endete mit der Übergabe der Teilnahmezertifikate an die Teilnehmer.
Zum dritten Mal brachte RP SIPODI East Africa in Kampala junge Fachkräfte und Experten aus den Bereichen internationale Politik, Sicherheit und Diplomatie zusammen. Die Akademie hat sich zum Ziel gesetzt, ein besseres Verständnis für internationale und sicherheitspolitische Angelegenheiten in einer globalisierten Welt zu vermitteln. Sie wurde konzipiert, um die Fähigkeit der Teilnehmer zur kritischen Analyse zu stärken und afrikanische Perspektiven in globale Zusammenhänge einzuordnen. Die Akademie umfasste eine Reihe von Vorträgen, Workshops und offenen Diskussionen.
Am 25. August eröffnete Jan-Ole Voß, Leiter des RP SIPODI Ostafrika, offiziell die Kampala Geopolitics Academy 2026 (KGA). In seiner Begrüßungsrede gab er eine umfassende Einführung der Arbeit und Geschichte der Konrad-Adenauer-Stiftung. Im Laufe der Woche setzten sich die Teilnehmer der Akademie mit einer ganzen Reihe an Themen auseinander, etwa mit Geopolitik, wirtschaftlicher Sicherheit, digitaler Souveränität, Multilateralismus und der sich wandelnden Rolle Afrikas in globalen Angelegenheiten.
Ein darauffolgender Vortrag von Jan-Ole Voß und Karl Wiesemeyer, Programm-Manager, RP SIPODI Ostafrika, untersuchte die evoluierende Afrikastrategie Deutschlands. Im Vortrag wurde die Schwerpunktverlagerung der deutschen Afrikastrategie von einem hilfe-orientierten hin zu einem interessengeleiteten Ansatz, bei dem gegenseitige Interessen und strategische Prioritäten stärker berücksichtigt werden. Jan-Ole Voß und Karl Wiesemeyer betonten, dass Deutschland seinen Ansatz gegenüber Afrika zunehmend auf Handel und Investitionen sowie auf Energie- und Sicherheitspartnerschaften ausrichtet, und dabei gleichzeitig auf den voranschreitenden Wettbewerb durch globale Akteure wie China, Russland, die Vereinigten Staaten und die Golfstaaten reagiert.
In der zweiten Sitzung, die von Angelo Izama, Ökonom und Politikanalyst, moderiert wurde, wurde untersucht, inwiefern kritische Mineralien, globale Lieferketten und Energiesysteme zunehmend zu Bereichen geopolitischen Wettbewerbs geworden sind. Er hob die wachsenden Bemühungen von Ländern wie den Vereinigten Staaten, China und Russland hervor, sich den Zugang zu essenziellen Ressourcen wie Lithium, Kobalt und Seltenen Erden zu sichern. Dieser Wandel habe die wirtschaftlichen Beziehungen von einem Schwerpunkt, der vorrangig auf Handel und Zusammenarbeit lag, hin zu Strategien verlagert, bei denen die Diversifizierung der Lieferketten und die nationale Sicherheit im Mittelpunkt stehen.
Am 26. August 2026 beleuchtete Jan-Hendrik Kuntze, leitender politischer Berater der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, das Konzept der digitalen Souveränität und die Bedeutung der Sicherung afrikanischer und europäischer Handlungsfähigkeit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. In seinem Vortrag hob er Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von ausländischen Technologieanbietern, des Dateneigentums, der digitalen Infrastruktur, der Cybersicherheit und des wachsenden Einflusses globaler Technologieunternehmen hervor. In der anschließenden Diskussion wurde betont, wie wichtig es ist, lokale digitale Kapazitäten aufzubauen, in Qualifikationen und Infrastruktur zu investieren, wirksame Rahmenbedingungen für die KI-Governance zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa zu stärken, um sicherzustellen, dass beide Regionen die technologische Entwicklung so gestalten können, dass ihre Interessen, Werte und strategische Autonomie gewahrt bleiben.
Daniel Bwambale, regionaler Politikanalyst, sprach anschließend über das Thema „Geografie als Macht: Häfen, chokepoints und der maritime Wettstreit um Ostafrika“. Er untersuchte die strategische Bedeutung der ostafrikanischen Küste, der Häfen und der wichtigsten Seewege für die Gestaltung der regionalen und globalen Geopolitik und hob hervor, wie die Kontrolle über und der Zugang zu wichtigen Häfen und maritime Nadelöhre den Handel, die Energiesicherheit, militärische Operationen und die wirtschaftliche Vernetzung beeinflussen. Die Diskussion befasste sich zudem mit dem wachsenden Wettbewerb zwischen regionalen und globalen Mächten um Einfluss auf die maritime Infrastruktur Ostafrikas und beleuchtete dabei die Chancen und Risiken, die sich daraus für die wirtschaftliche Entwicklung, die Sicherheit und die strategische Autonomie der Region ergeben.
In den Vorträgen von Irene Ogaja, Konfliktanalystin bei der Eastern Africa Standby Force, am 27. August 2026 zu den Themen „Afrikanischer Multilateralismus unter Druck“ und „Die Zukunft der Friedenssicherung in Afrika“ wurde die sich wandelnde Rolle afrikanischer Institutionen und Länder bei der Bewältigung regionaler Sicherheitsherausforderungen vor dem Hintergrund zunehmender Rivalitäten zwischen den Großmächten beleuchtet. In den Diskussionen wurde die Rolle der Afrikanischen Union (AU) und der Intergovernmental Authority on Development (IGAD) bei der Förderung von Frieden, Sicherheit, regionaler Zusammenarbeit und Konfliktlösung hervorgehoben, wobei auch die Herausforderungen durch politische Spaltungen, begrenzte Ressourcen und konkurrierende externe Interessen berücksichtigt wurden. Die Veranstaltungen befassten sich zudem mit dem Wandel der Friedenssicherung in Afrika. Dabei wurde Uganda als Fallbeispiel für einen „Sicherheitsexporteur“ vorgestellt, da das Land aktiv Truppen und Sicherheitskapazitäten für regionale Friedensoperationen bereitstellt. Insgesamt wurde in den Diskussionen betont, wie wichtig es ist, die von Afrika geführten Sicherheitsmechanismen zu stärken und die Fähigkeit des Kontinents zu verbessern, seine eigenen Herausforderungen im Bereich Frieden und Sicherheit zu bewältigen.
Schließlich bereicherte Prof. Phillip Kasaija Apuuli vom Fachbereich für Politikwissenschaft und öffentliche Verwaltung der Makerere-Universität am 28. August 2026 die Akademie mit Vorträgen, in denen das wachsende Engagement der Türkei in Afrika und die Auswirkungen des Ausbaus globaler Partnerschaften auf die Handlungsfähigkeit Afrikas untersucht wurden. Im Rahmen des Votrags „Die Hinwendung der Türkei zu Afrika“ wurde untersucht, wie Ankara „Soft Power“ — darunter Diplomatie, Bildung, humanitäre Hilfe und kulturelles Engagement — mit strategischen Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaften verbindet, wobei Somalia als zentrales Fallbeispiel für diesen Ansatz fungierte. Die Diskussionen befassten sich zudem mit der Erweiterung der BRICS-Staaten und dem Konzept der afrikanischen Multipolarität, einschließlich der jüngsten Mitgliedschaft Äthiopiens in den BRICS und deren Bedeutung für die Fähigkeit des Kontinents, seine internationalen Partnerschaften zu diversifizieren.
Ein am selben Tag abgehaltener Politik-Workshop ermöglichte es den Teilnehmern, die im Laufe der Woche erworbenen analytischen Instrumente anzuwenden. In Gruppen erarbeiteten sie politische Empfehlungen zu aktuellen sicherheitspolitischen und geopolitischen Herausforderungen und hielten dazu Präsentationen. Dabei stützten sie sich auf die verschiedenen Themen, die während der Akademie diskutiert worden waren.
Die Kampala Geopolitics Academy 2026 endete am 29. August mit der Präsentation der Polikberichte durch die Teilnehmer, gefolgt von einer Abschluss- und Feedbackrunde im Kalanoga Resort in Busabala. Das Programm endete mit der Übergabe der Teilnahmezertifikate an die Teilnehmer.
Über diese Reihe
Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.