Im Rahmen seines Programms für den Dialog über Sicherheit in Subsahara-Afrika (SIPODI) organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ein Wandelseminar zum Thema: „Gemeinsam für sichere und demokratische Wahlen: Dialog zur Sicherheit im Vorfeld von Wahlen“.
Das Seminar brachte Sicherheitskräfte, lokale Behörden, Parlamentarier und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen. Ziel war es, konkrete und kontextgerechte Mechanismen zur Verhinderung von Spannungen und Gewalt im Vorfeld von Wahlen zu identifizieren – ein kritischer Moment in vielen Ländern der Region.
📌 Ein Raum für Dialog im Dienst des Wahlfriedens
Wahlen sind oft Wendepunkte, die Spannungen oder Konflikte auslösen können. Das Seminar bot eine inklusive Austauschplattform, um:
- Erfahrungen aus der Praxis zu teilen,
- Spezifische sicherheitspolitische Herausforderungen zu benennen,
- Gemeinsam tragfähige Präventionslösungen zu entwickeln.
🛠️ Zentrale Empfehlungen aus der Arbeitsphase
1. Stärkung des rechtlichen und institutionellen Rahmens
- Förderung der Zusammenarbeit zwischen Sicherheitskräften und politischen Akteuren.
- Einrichtung einer parlamentarischen Beobachtungsstelle für Wahlsicherheit.
2. Sensibilisierung und Schulung lokaler Akteure
- Start von Kampagnen zur Gewaltfreiheit bei Wahlen, insbesondere für Jugendliche.
- Schulung der Sicherheitskräfte in Bürgerrechten und Konfliktmanagement bei Wahlen.
3. Frühwarnsysteme
- Ausbau gemeinschaftsbasierter Frühwarnmechanismen zur Erkennung von Spannungen.
- Entwicklung einer bürgernahen Plattform zur Meldung von Wahlzwischenfällen.
4. Förderung von Dialog und Mediation
- Durchführung multiparteilicher Foren mit Kandidaten, Behörden und Zivilgesellschaft.
- Interkommunale Treffen zur Entschärfung lokaler Spannungen.
5. Logistische und organisatorische Unterstützung
- Effiziente Verteilung der Sicherheitskräfte während der Wahlphase.
- Mobilisierung technischer und finanzieller Ressourcen zur Umsetzung der Präventionsmaßnahmen.
Dieses Seminar ist Teil des kontinuierlichen Engagements von SIPODI zur Stärkung demokratischer Resilienz und der sozialen Kohäsion in Wahlzeiten, durch einen lokal verankerten, inklusiven und handlungsorientierten Dialog.