Vor dem Hintergrund, dass die Sicherung der Wahlprozesse nach wie vor eine große Herausforderung für die demokratische Stabilität darstellt, organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) im Rahmen ihres Programms für Sicherheitsdialog in Westafrika (SIPODI) ein Wander-Seminar zum Thema Sicherheit in Wahlperioden.
Der Workshop fand am 20. und 21. März 2025 im Hotel Hanniel in Yamoussoukro statt und knüpfte an den Workshop vom vergangenen Monat in Duekoué an. An dem Workshop nahmen rund 30 Offiziere der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte (FDS), Wahlexperten und Menschenrechtsspezialisten teil. Hauptziel war es, die Kapazitäten der Sicherheitskräfte im Umgang mit Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit den Wahlen zu stärken und Strategien für einen friedlichen Wahlverlauf zu fördern.
1. Mobilisierung der institutionellen Akteure für sichere Wahlen
An der Eröffnungszeremonie nahmen Vertreter der Verwaltungs- und Sicherheitsbehörden der Stadt sowie Vertreter des Innen- und Sicherheitsministers teil.
In seinen Reden bekräftigte Adelis Yapi, Programmbeauftragter von SIPODI West, das Engagement der Konrad-Adenauer-Stiftung für Initiativen zur Gewährleistung von Frieden und Stabilität durch sicherere Wahlen, während der Vertreter der Zentralverwaltung er der Konrad-Adenauer-Stiftung für ihre unermüdliche Unterstützung der ivorischen Armee und insbesondere der FDS dankte.
2. Die Sicherheitsherausforderungen der Wahlen 2025 in Côte d'Ivoire
Professor Arthur Banga, Experte für Militärgeschichte und Sicherheitsstrategie, eröffnete die erste Sitzung mit einer Einführung in die Sicherheitsherausforderungen im Zusammenhang mit den Wahlen in Côte d'Ivoire.
Anschließend wurden von zivilen und militärischen Experten mehrere weitere Themen behandelt: die Rolle der Sicherheitskräfte bei der Sicherung der Wahlen, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und die demokratische Kontrolle von Menschenmengen, Menschenrechte und Wahlsicherheit sowie Themen im Zusammenhang mit der bürgernahen Polizeiarbeit im Rahmen einer nachhaltigen Sicherheitspolitik für friedliche Wahlen.
In diesem Zusammenhang hob der Experte und technische Berater des Ministers für Inneres und Sicherheit, Dr. Kama Bérenger, den Ansatz der bürgernahen Polizeiarbeit als nachhaltige Lösung für gewaltfreie Wahlen hervor. Er plädierte für eine stärkere Einbindung der Sicherheitskräfte in die Gemeinden, um ein Klima des Vertrauens zwischen den Bürgern und den Sicherheitsinstitutionen zu schaffen.
Alle Referenten betonten die Professionalität und Neutralität der FDS während des Wahlprozesses für einen erfolgreichen Abschluss ihrer Mission.
Das Seminar bot den Verantwortlichen der FDS auch Gelegenheit, sich mit dem Leiter der Sicherheitsabteilung der Unabhängigen Wahlkommission, Brahima Ouattara, über die Notwendigkeit einer besseren Kommunikation zwischen der CEI und den FDS-Stäben in Wahlkritischen Gebieten auszutauschen.
Konkrete Empfehlungen für mehr Sicherheit bei den Wahlen
Am Ende der Arbeiten formulierten die teilnehmenden FDS Empfehlungen für eine bessere Sicherheit bei den nächsten Wahlen in Côte d'Ivoire.
Dieses Seminar ist ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung der Sicherheitskräfte auf die bevorstehenden Wahlen. Die Fortsetzung dieser Schulungen und die Umsetzung der Empfehlungen werden dazu beitragen, ein friedliches und transparentes Klima bei den kommenden Wahlen in Côte d'Ivoire zu gewährleisten.
Es sei darauf hingewiesen, dass dieses Seminar Teil eines umfassenden Projekts zum Kapazitätsaufbau der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte (FDS) ist, die an der Sicherung der Wahlen beteiligt sind. Dieses Programm nähert sich mit dem Besuch der letzten Gemeinde im April 2025 seinem Ende.