Veranstaltungsberichte

Studien- und Dialogprogramm für Vertreter christlicher Organisationen aus der Slowakei

Inlandsprogramme der Adenauer-Stiftung

Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung ist in dieser Woche eine Delegation von Vertreter christlicher Organisationen aus der Slowakei zu Gast in Nordrhein-Westfalen und Berlin, um mit den Gesprächspartnern Themenstellungen wie die aktive Mitwirkung von Christen und christlichen Organisationen/Verbänden in Politik und Gesellschaft und deren Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen zu erörtern.

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Die Delegation mit Dr. Böhler traf heute Nico Lange (6. v. l.), Stellv. Leiter der Hauptabteilung Politik und Beratung (KAS) sowie Lisi Maier (2. v. l.), Bundesvorsitzende des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ), zum Gespräch in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Das Besucherprogramm wurde vom Team Inlandsprogramme organisiert und wird von Herrn Dr. Werner Böhler, Leiter der Auslandsbüros Tschechische Republik und Slowakische Republik der Konrad-Adenauer-Stiftung, begleitet.

In der Slowakei bekennen sich etwa 70 % der Bevölkerung zum christlichen Glauben. Die Konrad-Adenauer-Stiftung arbeitet mit einer Vielzahl von Zivilgesellschaftsorganisationen zusammen, die aus diesem christlichen Umfeld kommen. Allerdings sind diese Gruppen und deren Aktivitäten nach außen kam sichtbar. Aufgrund der historischen Entwicklung und der Jahrzehnte kommunistischer Unterdrückung entspricht die Teilhabe und Mitwirkung am politischen und gesellschaftlichen Geschehen nicht der Bedeutung dieser Bevölkerungsmehrheit im Land.

Zielsetzung des vorliegenden Besuchsprogramms ist es, die Dialogfähigkeit dieser Gruppen im gesellschaftspolitischen Prozess zu stärken und die Akteure zu einem verstärkten öffentlichen Engagement zu ermutigen. Nicht zuletzt handelt es sich um einen bedeutenden Wähleranteil, zu dem die Partnerparteien der Konrad-Adenauer-Stiftung einen natürlichen Zugang haben sollten. Bei den Anfang 2016 anstehenden Parlamentswahlen können engagierte Christen mit ihrer Wahlentscheidung maßgeblich für das Ergebnis sein.

Vor diesem Hintergrund reist ein kleiner Teilnehmerkreis, zusammengesetzt aus Vertretern christlichen Jugendorganisationen, christlicher Medien und Nachwuchspolitikern, nach Deutschland, um vor Ort mit den hiesigen Gesprächspartnern Themenstellungen wie die aktive Mitwirkung von Christen und christlichen Organisationen/Verbänden in Politik und Gesellschaft und deren Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen zu erörtern. Darüber hinaus sollen christliche Werte in den Medien, die Bildungsarbeit der Kirchen und kirchennaher Organisationen, die Unterscheidung zwischen christlichem Glauben und christlich-demokratischer Politik sowie christliche Soziallehre in der heutigen Gesellschaft zur Sprache kommen.