Publikationen

Aznar und wie er die Welt sieht

Rezension des Buches „Cartas a un joven español“ (Briefe an einen jungen Spanier) von José María Aznar

Mit den „Briefen an einen jungen Spanier“ veröffentlicht José María Aznar nach 2004 und 2005 nun sein drittes Werk. Während es sich bei seiner Publikation „Die acht Regierungsjahre“ um eine Zusammenfassung der wichtigsten politischen Entscheidungsprozesse der PP-Regierung zwischen 1996 und 2004 handelt und in seinem Werk „Porträts und Profile“ Persönlichkeiten aus der Politik und der Gesellschaft untersucht werden, beschreibt Aznar in dem neuen Buch seine ganz persönliche Sichtweise über das Weltgeschehen und die sich aufdrängenden Fragen und Probleme der Zukunft. Kernpunkt ist dabei die Zukunft Spaniens und der spanischen Bevölkerung. Auf 191 Seiten verfasst Aznar siebzehn Briefe, die an den fiktiven jungen Spanier Santiago gerichtet sind. Dieser steht stellvertretend für jeden einzelnen spanischen Bürger, den Aznar mit seinem Buch erreichen möchte. Neben einer philosophisch und teils auch literarisch geprägten Herangehensweise an die verschiedenen Themenkomplexe spart Aznar nicht mit Kritik an der amtierenden sozialistischen Regierung unter Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero.

10. Newsletter aus Madrid

Themen:1.Rajoy will trotz Wahlniederlage PP-Chef bleiben;2.Eduardo Zaplana tritt als PP-Fraktionschef zurück;3.Zapatero auf Suche nach Bündnispartnern4.Wirtschaftsverbände fordern Pakt von PSOE und PP5.Zehntausende protestieren gegen ETA-Terror6.Rouco Varela neuer Vorsitzender der Spanischen Bischofskonferenz7.Senegalesische Homepage „wirbt“ für illegale Einwanderung nach Zapatero-Spanien8.Kurioses und Makaberes vom Wahltag9.Portugiesische Konservative versinken weiter im Streit10.In eigener Sache: Newsletter aus Madrid geht in die Osterpause

Klarer Wahlsieg für Zapatero

Trotz leichter Zugewinne bleibt die PP in der Opposition

Spanien hat gewählt und Ministerpräsident Zapatero eine zweite Amtszeit beschert. Trotz Zugewinnen verpassten die Sozialisten die angestrebte absolute Mehrheit dabei deutlich. Die konservative PP konnte gegenüber 2004 zulegen und wird eine starke Opposition bilden können. Während die Regionalparteien CiU und PNV nur leichte Stimmenverluste verkraften mussten, erlebten die katalanischen Linksnationalisten (ERC) ein Fiasko. Die kommunistische IU verlor deutlich. In ihrem Jubel gedachten die sozialistischen Wahlsieger den Opfern der ETA, die das Land nur zwei Tage vor dem Urnengang mit einem tödlichen Anschlag unter Schock gesetzt hatte.

ETA tötet zwei Tage vor der Wahl.

Nach Mord an ehemaligen sozialistischem Stadtrat beenden alle Parteien vorzeitig den Wahlkampf

Unmittelbar vor den spanischen Parlamentswahlen am 9. März hat sich die ETA blutig zurückgemeldet. Terroristen erschossen am Freitagmittag einen ausgeschiedenen Stadtrat der PSOE vor den Augen seiner Frau und seiner Tochter. Damit sind die schlimmsten Befürchtungen des spanischen Innenministeriums wahr geworden. Alle Parteien verurteilten umgehend den Anschlag und einigten sich, die für den Abend geplanten Abschluss-kundgebungen abzusagen. Auch die Antiterrorverbände wollen auf Demonstrationen vor den Wahlen verzichten. Die ETA dürfe nicht das „demokratische Leben“ der Spanier bestimmen.

PSOE wähnt sich schon als Wahlsieger

Nach zweitem TV-Duell: Spaniens Sozialisten profitieren von Stimmungswechsel

Die Sozialistische Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) atmet auf. Ihr Spitzenkandidat, Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero, zeigte sich im zweiten TV-Duell mit Oppositionsführer Mariano Rajoy gestern Abend deutlich besser, nachdem er im ersten Redegefecht vor einer Woche noch harte Schläge hatte einstecken müssen. Auch neue Umfragen, nach denen Zapatero seinen knappen Vorsprung vor Rajoy ausbauen konnte, stimmen die Sozialisten optimistisch. Offenbar haben die engen Umfragen der vergangenen Wochen und das gute Abschneiden Rajoys im ersten TV-Duell den sozialistischen Wählern den Eindruck vermittelt, der sicher geglaubte Sieg sei gefährdet. Dies könnte zu ihrer verstärkten Mobilisierung beigetragen haben. Die jetzt wiedergefundene Siegesgewissheit der PSOE birgt für sie nun aber erneut die Gefahr, dass einige ihrer Wähler am 9. März zu Hause bleiben könnten.

9. Newsletter aus Madrid

Themen:1. Kann Rajoy am 9. März die Wahl gewinnen?;2. PSOE vor Verlust der absoluten Mehrheit in Andalusien?;3. Ex-Ministerpräsidenten Aznar und González mischen sich in Wahlkampf ein;4. ETA meldet sich mit Bombenanschlag im Wahlkampf;5. Antiterrorverbände kritisieren vor der Wahl Zapatero;6. Umfrage: Zapateros Zuwanderungspolitik in der Kritik;7. Steuerflucht: Auch in Spanien wird gefahndet;8. Portugal debattiert um Transparenz in der Parteienfinanzierung.

Harte Schläge, aber kein K.O.

Oppositionsführer Rajoy gönnt Ministerpräsident Zapatero im ersten spanischen TV-Duell keine Verschnaufpause

„Lüge“, „Demagogie“ und „Unmoral“ – das sind nur einige der vielen Vorwürfe, die sich die beiden Bewerber um das Amt des spanischen Ministerpräsidenten in ihrem ersten von zwei TV-Duellen zuwarfen. Weniger als zwei Wochen vor den Parlamentswahlen am 9. März zeigten beide Kandidaten am Montagabend eine völlig unterschiedliche Meinung von der aktuellen Lage Spaniens. Wo Zapatero ein weltoffenes, tolerantes und aufstrebendes Spanien präsentierte, warf ihm Rajoy vor, das friedliche Zusammenleben im Land durch seine Politik besonders in den Bereichen Terrorismus, Autonomiepolitik und Immigration empfindlich gestört zu haben. Ohne einen klaren Sieg zu landen, drängte Rajoy den Ministerpräsidenten dabei über weite Strecken der Debatte in die Defensive.

8. Newsletter aus Madrid

Themen: 1. TV-Duell läutet heiße Wahlkampfphase in Spanien ein;2. „Mit Kopf und Herz“ – Rajoy will einen positiven Wahlkampf;3. PSOE setzt auf Mobilisierung durch Emotionen;4. Innenminister befürchtet ETA-Anschlag im Wahlkampf;5. Erneut Übergriffe junger Linksextremisten auf Politiker;6. PSOE und PP werben auch in Argentinien um Stimmen;7. Weckt der Kosovo baskische und katalonische Unabhängigkeitssehnsüchte?;8. Spanien reagiert mit Hoffnung auf Fidel Castros Rücktritt;9. Urteile im Spendenskandal der portugiesischen Konservativen.

Kosovo – Präzedenzfall für Spanien?

Die Parlamentswahl im Zeichen aufflammender Unabhängigkeitssehnsüchte im Baskenland und in Katalonien

Spanien blickt mit Sorge auf das Geschehen im Kosovo. Die internationale Anerkennung des Kosovo, so fürchtet man, könne Wasser auf die Mühlen derer sein, die besonders im Baskenland und in Katalonien eine Unabhängigkeit von Spanien fordern. Sozialistische Regierung und konservative Opposition wollen deshalb den Kosovo im Gegensatz zu den meisten EU-Partnern nicht als unabhängigen Staat anerkennen. Dabei befindet sich die Regierung in einer Zwickmühle – will sie doch nicht durch Frontalopposition die guten Beziehungen zu den Partnern in der EU gefährden. Regionalistische Parteien hingegen blicken mit Freude auf den Kosovo. Kurz vor den spanischen Parlamentswahlen am 9. März kommt ihnen das Thema zur Mobilisierung der Stammwählerschaft gerade gelegen.

7. Newsletter aus Madrid

Themen: Rajoy wirbt bei Merkel für seine Ideen zur Immigration;Neue Umfrage erwartet Fotofinish zwischen PP und PSOE;PP will härter gegen Kriminalität vorgehen;Einigung im Streit um Fernsehduelle Rajoy-Zapatero;Künstler initiieren Plattform zur Unterstützung Zapateros;Regionalparteien treten mit gemeinsamer Wahlstrategie an;Tätliche Angriffe gegen baskische PP-Chefin;Hochgeschwindigkeitszug AVE zwischen Madrid und Barcelona fertig gestellt;Havarierter Frachter vor Gibraltar wird zum Politikum.