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IMAGO / ZUMA Press Wire

Präsidentschaftswahlen in Venezuela

Alles ist möglich

Am 28. Juli finden in Venezuela Präsidentschaftswahlen statt. Das Land mit den größten Erdölreserven der Welt befindet sich seit Jahren in einer wirtschaftlichen und humanitären Krise. Staatspräsident Nicolás Maduro kandidiert für eine dritte Amtszeit in Folge. Der bis vor drei Monaten kaum bekannte ehemalige Diplomat Edmundo González tritt als Kandidat der Demokratischen Einheitsplattform (Plataforma Unitaria Democrática, PUD) - des Mehrheitsblocks innerhalb der Opposition – an. Unterstützt wird seine Kandidatur durch María Corina Machado, Vorsitzende der liberalen Partei Vente Venezuela, die die Vorwahlen der Opposition im Oktober 2023 klar für sich entscheiden konnte. Ihre Kandidatur wurde allerdings nicht zugelassen. Während die Opposition faire Bedingungen für die Wahlen fordert und unter schwierigen Bedingungen an die Wahlurnen zurückkehrt, verlangt die Regierung die Aufhebung internationaler Wirtschafts- und Finanzsanktionen. Seit Anfang Juli werden Verhandlungsansätze wieder aufgegriffen. „Ungewissheit“ ist ein Begriff, der überall zu hören ist. Alles scheint möglich. Die Venezolanische Bischofskonferenz ruft in ihrem Hirtenbrief vom 11. Juli das Wahlvolk zur Beteiligung und die Institutionen zur Verantwortung auf.

IMAGO / ZUMA Wire

Vorwahlen der Opposition in Venezuela

Zwei Erfolge und eine Überraschung

Ein Erfolg für die venezolanische Opposition und ein Erfolg für die liberal-konservative Kandidatin María Corina Machado: Am 22. Oktober 2023 fanden unter schwierigen Bedingungen die selbstorganisierten Vorwahlen der Opposition zur Bestimmung eines gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten statt. Nach Schätzungen nahmen rund zwei bis drei Millionen Wähler daran teil, womit die Erwartungen übertroffen wurden. Von Seiten der teilnehmenden Parteien wird die Durchführung daher übereinstimmend als Erfolg bewertet. Klare Wahlgewinnerin ist María Corina Machado, die nach Auszählung von 65 Prozent der Wahlakten (Stand am Abend des 23. Oktober) mit 93 Prozent der Wählerstimmen uneinholbar vorne liegt. Ein deutlicher Erfolg von Machado hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet, so dass alle beteiligten Parteien ihren Wahlsieg frühzeitig anerkannten. Viele Herausforderungen begleiteten die Durchführung der Vorwahlen und weitere gibt es bis zur Durchführung der Präsidentschaftswahlen im zweiten Halbjahr 2024 zu bewältigen. Kurz vor den Vorwahlen waren überraschend im Abkommen von Barbados zwischen Regierung und Opposition der Zeitraum für die Präsidentschaftswahlen und andere damit zusammenhängende Fragen abgestimmt worden.

Politik und Werte

Sammlung: Die Republik für alle

La política y los valores, ein Werk von Dr. Ramón Guillermo Aveledo, richtet sich an die politische Jugend Venezuelas: An der Schwelle zum 21. Jahrhundert müssen sich die politischen Parteien erneuern, und die Hauptschlagader dafür sind die jungen Menschen, deren akademische Ausbildung durch bürgerliche Werte ergänzt werden muss.

Venezolanische Frauen, Erbauer von Frieden und Fortschritt

Sammlung: Die Republik für alle

Das Ende letzten Jahres vom Instituto de Estudios Parlamentarios Fermín Toro, der Universidad Católica Andrés Bello und der Konrad-Adenauer-Stiftung vorgestellte Buch versammelt die Visionen und Vorschläge von Fachfrauen aus verschiedenen Bereichen, die in fünf Foren über zwei Jahre hinweg vorgestellt wurden und von der Arbeitsgruppe Frauen des IEPFT koordiniert wurden.

Geowirtschaftliche Fragmentierung: eine Chance für Venezuela

Wirtschaftliche Fragen, Herausforderungen und Chancen für Venezuela

David Pinto, Wirtschaftswissenschaftler, Deutsche Bank, Deutschland. José Manuel Puente, Senior Lecturer am IESA und Associate Professor am IE-Madrid.

Vereidigung von Arturo Peraza als neuer Rektor der Universidad Católica Andrés Bello.

Wir feiern die Neubesetzung des Rektorats der Katholischen Universität Andrés Bello.

Fotografía El Ucabista.

D. Myles Cullen

Zeit für Neues in Venezuela

Opposition beendet Interimsregierung um Juan Guaidó

Am 30. Dezember 2022 beschloss die Nationalversammlung Venezuelas von 2015, laut eigenem Verständnis weiterhin das legitime Parlament, die Beendigung der Interimsregierung um Juan Guaidó. Mit Abschaffung der fast vierjährigen Interimsregierung trägt die Opposition den mangelnden Erfolgen dieses Instruments sowie den geänderten Realitäten im In- und Ausland Rechnung und geht in eine neue Etappe. Das Bündnis Plataforma Unitaria (Einheitsplattform), die Vertretung der Opposition im sogenannten Mexiko-Dialog mit der Regierung, und weitere oppositionelle Kräfte gewinnen nach Ende der Interimspräsidentschaft an Bedeutung. Für die Opposition gilt es, im Mexiko-Dialog neben Maßnahmen zur Verbesserung der humanitären Lage die bestmöglichen Bedingungen für die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024 auszuhandeln.

Pater Virtuoso möge er in Frieden ruhen. Er wird immer Teil unserer Erinnerung sein.

Ingeniero de la reconciliación y el encuentro para Venezuela.

Begegnung zweier Staatsmänner -Adenauer, Caldera und 60 J internationale Zusammenarbeit in Venezuela

Die Erbauer der Demokratie.

Bundeskanzler Konrad Adenauer empfing am 2. Februar 1962 in seinem Haus in Rhöndorf den Christdemokraten und Präsidenten des venezolanischen Abgeordnetenhauses Rafael Caldera. Die Begegnung stellte einen wichtigen Impuls für die Aufnahme der internationalen Zusammenarbeit der noch jungen Bundesrepublik Deutschland dar. Im Rahmen der durch die Regierung Adenauer neu eingerichteten Zusammenarbeit wurde neben der Gründung des BMZ auch die Kooperation über politische Stiftungen vereinbart.Die ersten Maßnahmen des neu gegründeten Instituts für Internationale Solidarität der späteren Konrad-Adenauer-Stiftung fanden im Jahr 1962 in Venezuela und Chile statt.

Pixabay

Öl bricht Eis? – US-Regierungsvertreter sprechen mit Präsident Maduro

Das Eis scheint zumindest angetaut: Am Samstag, 5. März 2022, hielt sich eine hochrangige diplomatische Delegation der US-Regierung überraschend zu Gesprächen mit dem venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro in Caracas auf. Maduro bewertete das Gespräch anschließend als respektvoll, freundlich und sehr diplomatisch. Die USA hatten im Februar 2019 im Zuge der Anerkennung des Oppositionellen Juan Guaidó als Interimspräsident von Venezuela die diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Der Bedarf an Ersatz für Erdöl aus Russland scheint die USA nun zu einer Annäherung an das seit Jahren mit Sanktionen belegte Venezuela zu bewegen. Die aktuelle weltpolitische Konjunktur bietet anscheinend sowohl für die USA als auch für Venezuela konkrete Anlässe für Gespräche und mehr Pragmatismus.