Single title

Datenjournalismus in Asien

by Simon Winkelmann
Was ist eigentlich Datenjournalismus? Beide Wörter, aus denen sich dieser medienwissenschaftliche Begriff zusammen setzt, sind an sich sehr vieldeutig. Daten, zum Beispiel, stellen für den Großteil der Mediennutzer in erster Linie Ansammlungen von Zahlen dar, die sich in Tabellen aneinanderreihen und journalistische Aussagen untermauern.

Vor zwanzig Jahren war diese Annahme von Seiten der Mediennutzer tatsächlich zutreffend. Mit dem Siegeszug des Internets und den damit einhergehenden Veränderung in Produktion und Distribution von Medieninhalten, wurde den „Daten“ jedoch eine neue und vielschichtigere Rolle zu Teil. Nachrichten über Ereignisse erreichen die User nun unmittelbar, nachdem diese geschehen sind.

Für Journalisten bedeutet diese Schnelligkeit und Dichte an Informationsflüssen eine Herausforderung in Bezug auf die Art der Berichterstattung. Daten sind vor diesem Hintergrund nun ein effektives Mittel zum Sammeln, Filtern und Visualisieren komplexer Sachverhalte geworden, deren Darstellung in der Form eines Textes viel mehr Zeit in Anspruch nehmen würde.

In dieser Publikation möchten wir einen Blick auf den Datenjournalismus in Asien werfen. Seit wann und in welchem Ausmaß wird Datenjournalismus in Asiens Medienlandschaft betrieben? Wer waren die Pioniere? Wer sind die Experten? Welche Herausforderungen stellt diese Methode der Berichterstattung dar und welches Potential kann darin gesehen werden?

Bei den sechs Autoren dieses Beitrages handelt es sich um Mitglieder der Society of Asian Journalists (SAJ), Alumni des Konrad Adenauer Asian Center for Journalism (ACFJ) an der Ateneo de Manila University.