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5th Nuclear Study Programme

Junge Expertinnen und Experten im Dialog über nukleare Sicherheit

Wie lassen sich nukleare Abschreckung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung in einer sich wandelnden internationalen Sicherheitsordnung verstehen? Mit dem fünftägigen Nuclear Study Programme brachte die Konrad-Adenauer-Stiftung Wien gemeinsam mit Atomic Reporters eine internationale Gruppe junger Fachleute nach Wien. Hochrangige Referierende, Besuche zentraler internationaler Institutionen sowie der intensive Austausch zwischen Teilnehmenden aus unterschiedlichsten Disziplinen und Nationalitäten machten das Programm zu einer besonderen Plattform für gemeinsames Lernen, fachliche Diskussionen und internationale Vernetzung.

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5. Study Programme

Vom 6. bis 10. Juli 2026 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung Wien gemeinsam mit Atomic Reporters die fünfte Ausgabe des Nuclear Study Programmes. Ziel des Programms war es, jungen Expertinnen und Experten ein fundiertes Verständnis der Themen nukleare Abschreckung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung zu vermitteln und zugleich den internationalen Dialog über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen zu fördern. Dabei standen nicht nur die Vermittlung fachlicher Inhalte im Vordergrund, sondern insbesondere der Austausch zwischen den Teilnehmenden sowie der direkte Dialog mit renommierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, internationalen Organisationen und Politik.

 

Internationale Teilnehmer

Besonders zeichnete sich das Studienprogramm durch die Vielfalt seiner Teilnehmenden aus. Die internationale Gruppe vereinte u.a. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Argentinien, Frankreich, Litauen, den Niederlanden, Spanien, der Ukraine, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und weiteren Ländern. Gleichzeitig brachte das Programm Master- und Promotionsstudierende sowie junge Berufstätige aus internationalen Organisationen, Ministerien, Think Tanks und weiteren Institutionen zusammen. Auch fachlich war die Gruppe breit aufgestellt: Während einige Teilnehmende aus den Sozial- und Politikwissenschaften kamen, verfügten andere über einen naturwissenschaftlichen oder technischen Hintergrund. Gerade diese interdisziplinäre und internationale Zusammensetzung bereicherte die Diskussionen während der gesamten Woche. Unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze, berufliche Erfahrungen und nationale Perspektiven führten zu einem intensiven Austausch und eröffneten neue Blickwinkel auf aktuelle Fragen der nuklearen Sicherheit, der Abschreckung und der Rüstungskontrolle.

 

Inhaltlicher Austausch

Ein wesentlicher Bestandteil des Programms war der kontinuierliche fachliche Austausch. Bereits zum Auftakt setzten Vorträge renommierter Expertinnen und Experten sowie eine interaktive Simulation der Überprüfungskonferenz des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NPT) wichtige Impulse. In der Simulation übernahmen die Teilnehmenden die Rolle verschiedener Staaten und konnten die Dynamiken multilateraler Verhandlungen aus erster Hand erleben. Im Mittelpunkt vieler Diskussionen stand dabei die Frage, welche Rolle nukleare Abschreckung (deterrence) in der heutigen internationalen Sicherheitsordnung spielt und wie unterschiedliche Staaten und Institutionen mit den aktuellen Herausforderungen umgehen. Die Möglichkeit, kontroverse Positionen gemeinsam mit den Referierenden zu diskutieren und unterschiedliche nationale Perspektiven kennenzulernen, war ein wesentlicher Mehrwert des Programms.

 

Einblick ins Vienna International Center und IAEA Laboratories

Ein besonderer Höhepunkt der Studienwoche war der Besuch des Vienna International Centre (VIC). Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit der Vereinten Nationen, der Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization (CTBTO) sowie der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO). Gespräche mit Expertinnen und Experten, Besuche des CTBTO Operations Centre und des Incident and Emergency Centre der IAEO ermöglichten einen praxisnahen Einblick in die tägliche Arbeit internationaler Organisationen und verdeutlichten, wie internationale Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Sicherheit in der Praxis funktioniert.

Ein weiterer Programmhöhepunkt war die Exkursion zu den IAEA Laboratories in Seibersdorf. Die Führungen durch die verschiedenen Forschungseinrichtungen vermittelten, wie wissenschaftliche Forschung und technische Expertise die internationale nukleare Sicherheit unterstützen. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke unter anderem in die Arbeit der Safeguards Analytical Services, des Nuclear Security Training and Demonstration Centre sowie der Nuclear Sciences and Application Laboratories und konnten sich direkt mit den dort tätigen Fachleuten austauschen. Damit ergänzte der Besuch die theoretischen Inhalte des Programms um eine praxisnahe wissenschaftliche Perspektive und verdeutlichte die enge Verbindung zwischen Forschung, Technologie und internationaler Sicherheitspolitik.

 

Experten und informeller Austausch

Während der gesamten Woche begleiteten renommierte Expertinnen und Experten aus internationalen Organisationen, der Wissenschaft, Ministerien und Think Tanks das Programm. Zu den Referierenden gehörten unter anderem Tariq Rauf, Karl-Heinz Kamp, Alice Saltini, Rebecca Jovin, Ahmed Maaty, George-Wilhelm Gallhofer, Francesca Giovannini und Tarik Ndifi, die den Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Entwicklungen in den Bereichen nukleare Sicherheit, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung vermittelten. Die Vorträge boten dabei nicht nur fachlichen Input, sondern dienten vor allem als Ausgangspunkt für vertiefende Diskussionen und einen offenen Austausch mit der internationalen Programmgruppe.

Neben den fachlichen Programmpunkten boten gemeinsame Mittag- und Abendessen sowie informelle Gespräche während der Pausen zahlreiche Gelegenheiten, Diskussionen aus den einzelnen Sitzungen fortzuführen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Gerade diese Begegnungen außerhalb des offiziellen Programms trugen wesentlich zur offenen und vertrauensvollen Atmosphäre der Studienwoche bei.

 

Fazit

Die Kombination aus fachlichem Input, praxisnahen Einblicken und intensivem persönlichem Austausch machte das 5. Nuclear Study Programme zu einer bereichernden Woche für alle Beteiligten. Die unterschiedlichen fachlichen und nationalen Perspektiven führten zu lebhaften Diskussionen und neuen Denkanstößen – und zeigten, wie wertvoll der internationale Dialog für das Verständnis komplexer sicherheitspolitischer Fragestellungen sein kann.

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Contact Sebastian Swoboda
Sebastian Swoboda Tim Walker
Policy Adviser
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