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Event reports

Model UN Wien 2026

Junge Diplomatie im Zeichen multilateraler Zusammenarbeit

270 Schülerinnen und Schüler simulieren in Wien die Vereinten Nationen und stärken politische Urteilsfähigkeit, Verhandlungskompetenz und internationales Verantwortungsbewusstsein.

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Vom 11. bis 13. Februar 2026 fand in Wien erneut die Schulkonferenz “Model UNO Wien” (MUNW) statt. Nach dem Vorbild international etablierter Model United Nations Formate simulierten 270 Schülerinnen und Schüler der 9. bis 13. Schulstufe die Arbeitsweise der Vereinten Nationen. Die Konferenztage eins und zwei wurden an der Universität Wien abgehalten, der abschließende dritte Tag fand in einem Sitzungssaal des Vienna International Centre statt und verlieh den Verhandlungen einen authentischen institutionellen Rahmen.

 

In insgesamt zwölf Weltpolitik Komitees sowie einem Presse Komitee übernahmen die Teilnehmenden die Rolle von Delegierten verschiedener Staaten und vertraten deren Positionen in simulierten Sitzungen der Vereinten Nationen. Ziel der Konferenz war es, die Strukturen und Verfahren multilateraler Diplomatie kennenzulernen, eigenständig Resolutionen zu erarbeiten und ein vertieftes Verständnis für globale politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu entwickeln. Die Delegierten recherchierten die politischen und sozioökonomischen Ausgangsbedingungen ihrer jeweiligen Länder, führten strukturierte Debatten, bildeten Allianzen und verhandelten Kompromissformulierungen, die schließlich in gemeinsame Resolutionsentwürfe mündeten.

 

Thematisch spiegelten die Komitees zentrale Herausforderungen der internationalen Politik wider, darunter Fragen kollektiver Sicherheit, Menschenrechte, Umwelt und Klima, wirtschaftliche Entwicklung sowie humanitäre Krisen. Die Konferenz begann mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie, die den Rahmen für die folgenden Verhandlungen setzte und die Bedeutung regelbasierter internationaler Zusammenarbeit hervorhob. Den Abschluss bildete die Generalversammlung, in der die in den Komitees ausgearbeiteten Resolutionen vorgestellt, diskutiert und zur Abstimmung gebracht wurden.

 

Die Konrad-Adenauer-Stiftung war mit mehreren Beiträgen in das Programm eingebunden. Elisabeth Hoffberger Pippan, Michael Stellwag und Samuel Kerschbaumer Gasparini beteiligten sich mit thematischen Impulsvorträgen in verschiedenen Komitees und führten in die jeweiligen politischen Problemstellungen ein. Ziel war es, den Delegierten eine analytische Grundlage für die anschließenden Verhandlungen zu bieten und aktuelle geopolitische Entwicklungen in ihren institutionellen Kontext einzuordnen.

 

Im Rahmen der Eröffnung sprach Elisabeth Hoffberger Pippan außerdem zu den strukturellen Verschiebungen im internationalen System und warnte vor einer zunehmenden Erosion der bestehenden Staatenordnung. Sie betonte die Notwendigkeit multilateraler Kooperation und unterstrich die Bedeutung regelbasierter Institutionen für Stabilität, Konfliktprävention und nachhaltige Entwicklung. Gerade in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen komme der Fähigkeit zu, Kompromisse auszuhandeln und gemeinsame Lösungen zu entwickeln, besondere Relevanz zu.

 

Die Model UNO Wien verdeutlichte eindrucksvoll, wie politische Bildung, diplomatische Simulation und interkultureller Austausch miteinander verbunden werden können. Durch die aktive Auseinandersetzung mit komplexen globalen Fragestellungen erhielten die Teilnehmenden nicht nur Einblicke in die Funktionsweise multilateraler Institutionen, sondern entwickelten zugleich Kompetenzen in Verhandlungsführung, Perspektivenwechsel und Teamarbeit. Die Konferenz leistete damit einen konkreten Beitrag zur Förderung politischer Urteilsfähigkeit und internationaler Verantwortung im schulischen Kontext.

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