Country Reports

Short political reports of the KAS offices abroad

reuters

Langzeitpräsident Museveni hält sich an der Macht – mit allen Mitteln

Wahlen in Uganda

Abgeschottet von der Außenwelt und vor dem Hintergrund einer Drohkulisse, die die Menschen um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten ließ, fanden in Uganda am 14. Januar 2021 die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Der friedliche und ruhige Wahltag, wie ihn die meisten Wähler beschreiben, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wahl weder frei, fair noch glaubwürdig war. Während der seit 34 Jahren amtierende Präsident Yoweri Museveni im Amt bleibt und bereits am Abend des 16. Januar nach der Verkündung des Wahlergebnisses, seine erste öffentliche Rede halten konnte, wird sein wichtigster Kontrahent, Robert Kyagulanyi, international besser bekannt als Bobi Wine, immer noch in seinem Haus festgehalten und von der Außenwelt abgeschnitten.

Museveni als „ewiger Präsident“ in Uganda: Aufhebung des Alterslimits als letzte Hürde?

Nach monatelangen Debatten stimmte das ugandische Parlament am 20. De-zember 2017 für das sogenannte “Age Limit Bill”, welches eine Verfassungsän-derung vorsieht und die Altersgrenze von 75 Jahren für den Präsidenten auf-hebt. Damit kann Präsident Yoweri Mu-seveni, seit 32 Jahren im Amt, auch bei der nächsten Wahl im Jahr 2021 antre-ten. Er wäre dann 76 Jahre alt. Noch hat Museveni nicht öffentlich erklärt, ob er dann nochmal antreten will. In Uganda ist nach der Verfassungsänderung nun aber die Angst groß, dass der Präsident sich damit de facto sein Amt auf Lebens-zeit gesichert hat.

China and Uganda – an Uneasy Friendship

The dynamics of Sino-Ugandan relations and its economic and societal im-pacts on Ugandan society

Ein Land in Stagnation: Ökonomische und politische Entwicklungshemmnisse im Südsudan

Welche Faktoren erklären das Scheitern des jüngsten Staates der Welt?

Refugees Welcome?

Belastungsprobe für die ugandische Flüchtlingspolitik

Am 22. und 23. Juni 2017 findet auf Einladung der ugandischen Regierung und des UN-Generalsekretärs der „Solidarity Summit on Refugees“ statt. Ziel ist die Mobilisierung von Unterstützung für die Versorgung von Flüchtlingen in Uganda. Das Land hat einen der weltweit liberalsten Ansätze in der Flüchtlingspolitik. Kein afrikanisches Land nimmt mehr Flüchtlinge auf. Mit dem anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen aus dem benachbarten Krisenstaat Südsudan gerät das Land aber zunehmend an die Belastungsgrenze und es stellt sich die Frage, wie nachhaltig der so viel gepriesene ugandische Ansatz ist.

Dominic Ongwen vor dem IStGH – Gerechtigkeit für Norduganda?

Nach über einem Jahrzehnt seit Beginn der Ermittlungen wurde im Dezember 2016 der Prozess gegen Dominic Ongwen eröffnet. Ongwen, ehemaliger Kommandeur der Lord’s Resistance Army (LRA), ist der erste ugandische Angeklagte vor dem IStGH und sein Prozess wird im Norden des Landes aufmerksam verfolgt. Dabei werden viele kritische Stimmen laut, welche die Bedeutung des Verfahrens für den Gerechtigkeitsprozess in Uganda infrage stellen. Vor dem Hintergrund des Prozesses stellt sich auch die Frage, wie Uganda in der Zukunft mit den Themen Gerechtigkeit und Versöhnung umgehen wird.

Hungersnot im Südsudan - Eskalierende Katastrophe im Schatten des Krieges

Das jüngste Kind der Staatengemeinschaft ist ein Sorgenkind. Nur wenige Jahre nach seiner Unabhängigkeit bietet der Südsudan ein katastrophales Bild. Es ist das Bild eines scheiternden Staates. Das Leid der ohnehin krisengeplagten Bevölkerung im Südsudan nimmt derweil immer beängstigendere Ausmaße an. Zu den direkten Folgen des anhaltenden Bürgerkrieges kommen die Auswirkungen einer verheerenden humanitären Krise, die durch akute Nahrungsmittelknappheit weiter eskaliert. Mitte Februar erklärten die Vereinten Nationen eine Hungersnot. Die Aussichten sind düster.

UGANDA'S FEMALE ENTREPRENEURS: CHALLENGES AND OPPORTUNITIES FOR ECONOMIC DEVELOPMENT

Enabling women to start up their own businesses and to create employment would bring major benefits to the country, turning Ugandan women into a strong asset. Acknowledging the role of women entrepreneurs in private sector development, poverty reduction, and sustainable growth and development in Uganda, this paper aims to identify ways to empower women for effective entrepreneurship. The question thus arising is the following: How can Ugandan women be empowered to successfully engage in entrepreneurial activities?

„Gute Arbeitsplätze für junge Menschen schaffen“ – Eine Illusion in Uganda?

Vor einem Jahr wurden bei dem größten Gipfeltreffen aller Zeiten in New York 17 nachhaltige Entwicklungsziele für 2030 verabschiedet. Eines davon ist Ziel 8: Gute und menschenwürdige Arbeitsplätze schaffen. Dies scheint für Uganda eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahr(zehnt)e zu adressieren – die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Wie sieht es derzeit aus in Uganda, dem Land mit einer der jüngsten Bevölkerungen der Welt? Wie versucht die Regierung, Jobs für junge Menschen zu kreieren? Und ist die Zielsetzung, bis 2030 Arbeitsplätze für alle zu schaffen, wirklich realistisch?

Taking Action – Prospects for Possible Foreign Interventions in the South Sudanese Civil War

On 26th August, the Konrad-Adenauer Stiftung Uganda and South Sudan, in cooperation with the University Fo-rum for Governance (UNIFOG) organized a full-day symposium on possibilities for peace and inclusive state-building in South Sudan. Reflecting on practical proposals for solutions and feasible actions to improve on the sit-uation in Uganda’s northern neighbour-state, there was clearly one key question that came to dominate the debate: the question of foreign inter-vention.

About this series

The Konrad-Adenauer-Stiftung is a political foundation. Our offices abroad are in charge of over 200 projects in more than 120 countries. The country reports offer current analyses, exclusive evaluations, background information and forecasts - provided by our international staff.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.