Event Reports

Chinas Herausforderung in Wirtschaft und Handel an den Westen

by Jeanene Lairo

Aussichten und Perspektiven aus amerikanisch-deutscher Sicht

Für die USA ist Chinas wirtschaftlich und geopolitisch starkes Auftreten eine Herausforderung für die westliche liberale Weltordnung. Auf einer Veranstaltung im Hudson Institute wurde die Studie am 7. Februar vorgestellt und von Experten diskutiert.

Chinas neue wirtschafts- und handelspolitische Strategie, die auf dem 19. Parteikongress im Herbst 2017 der Welt verkündet wurde, stellt auch eine neue Herausforderung für Deutschland dar. Die Drohung Chinas wird in den USA schon seit Jahren ernst genommen. Bedenklich ist vor allem, dass Made in China 2025 auch unter Nichtbeachtung der WTO-Regeln bzw. liberalen Grundsätzen erreicht werden soll. China-Experten und die Regierung der USA schauen erwartungsvoll auf Europa und Deutschland, in wie weit ein gemeinsames Handeln effektiver wäre.

Die Studie Chinese Economic and Trade Challenges to the West: Prospects and Consequences from a U.S.-German Perspective wurde von Dr. Tom Duesterberg, Senior Fellow am Hudson Institute in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung erstellt und ist ein erster Versuch, gemeinsame Lösungswege zu finden. Sie zeigt, wie auch Deutschland von Chinas nationaler Industriepolitik betroffen ist, die darauf abzielt, globale Standards und Regeln neu zu definieren. Die Relevanz ist klar: China ist jetzt Deutschlands größter bilateraler Handelspartner. Tom Duesterberg diskutierte u.a. mit Prof. Dr. Jürgen Rüttgers, Mitglied der Expertengruppe der europäischen Kommission Horizon 2020 High-level Strategy Group on Industrial Technologies und ehemaliger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Im Mittelpunkt der Debatte stand die Suche nach neuen Rahmenbedingungen für die transatlantische Zusammenarbeit zur Stärkung bestehender Gesetze, internationaler Standards und multilateraler Strukturen auf der Grundlage liberaler Demokratien mit westlichen Werten.

Dr. Jürgen Rüttgers mit anderen Experten zu China im Hudson Institute nicht notwendig.