Detalles
Wie wirken die Mechanismen einer Diktatur bis in Familien und Biografien hinein?
Der preisgekrönte Dokumentarfilm„Die Spione unter uns“ erzählt die Geschichte des Historikers und ehemaligen politischen Häftlings Peter Keup, der Jahrzehnte nach dem Ende der DDR den Spuren staatlicher Überwachung und persönlichen Verrats nachgeht. Dabei trifft er auf ehemalige Funktionäre des Ministeriums für Staatssicherheit und führt Gespräche, die in dieser Form bisher kaum dokumentiert wurden.
Der Film eröffnet einen eindringlichen Blick auf die Arbeitsweise des Stasi-Überwachungsapparates und zeigt zugleich, wie Erinnerung, Aufarbeitung und die Suche nach Wahrheit auch lange nach dem Ende der Diktatur gesellschaftlich bedeutsam bleiben. Die außergewöhnlichen Begegnungen zwischen Opfer und ehemaligen Verantwortungsträgern regen dazu an, über Freiheit, Verantwortung und die Gefährdung demokratischer Grundrechte nachzudenken.
Im Anschluss an die Filmvorführung wird Peter Keup als Zeitzeuge, Historiker und Protagonist des Films die Dokumentation einordnen, Hintergründe zur Entstehung des Films erläutern und über seine persönlichen Erfahrungen mit politischer Verfolgung und Stasi-Überwachung in der DDR berichten. Anschließend steht er für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung und lädt die Teilnehmenden zum gemeinsamen Gespräch über die Aufarbeitung der SED-Diktatur, den Wert von Freiheit und die Bedeutung demokratischer Wachsamkeit in der Gegenwart ein.
Programa
Filmvorführung
SYNOPSIS
SPIONE UNTER UNS bietet einen seltenen Einblick in die inneren Abläufe eines datengesteuerten Überwachungsstaates, der von einem der am meisten gefürchteten Geheimdienste der Welt betrieben wurde: von der Stasi der DDR.
Der Dokumentarfilm zeigt die persönliche, investigative Untersuchung von Familiengeheimnissen durch Peter Keup, der als politischer Gefangener Stasi-Opfer war und im wiedervereinigten Deutschland zum Historiker wurde. Der Film nimmt eine unerwartete Wendung, als er Kontakt zu den Männern aufnimmt, die dieses System betrieben haben. Es sind die ersten jemals auf Film aufgezeichneten Dialoge zwischen Stasi-Offizieren und einem Opfer.
Durch diese Begegnungen entsteht ein erschreckendes Mosaik darüber, zu welchen Extremen Menschen greifen, um in einer Diktatur Macht zu erhalten. Gleichzeitig zeigen diese Begegnungen, wie ein unbeugsamer menschlicher Geist nach Wahrheit strebt und seine Selbstbestimmung wiedererlangt.