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Conferencia

Das System Doping – Leistung, Optimierung und das Menschenbild des Silicon Valley

Veranstaltungsreihe: Sport – Doping - Gesellschaft

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Detalles

Ein besonders prägnantes Beispiel für systematisches Doping ist das staatlich organisierte Doping in der DDR. Bereits seit den 1960er-Jahren im Leistungssport eingesetzt, doch ab 1974 erreichte es mit dem sogenannten „Staatsplanthema 14.25“ eine neue Dimension. Dieses Programm stellte ein zentral organisiertes, umfassendes Doping-System dar, das direkt von staatlichen Stellen gesteuert wurde. Ziel war es, durch internationale sportliche Erfolge die politische und ideologische Stärke des sozialistischen Systems zu demonstrieren. Tausende Athletinnen und Athleten erhielten dabei leistungssteigernde Substanzen, häufig ohne ihr Wissen oder ohne ausreichende Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen.

 

Heute steht systematisches Doping nicht mehr nur für historische Fälle, sondern wird in neuer Form wieder diskutiert – etwa im Zusammenhang mit den sogenannten Enhanced Games. Dieses erstmals 2026 ausgetragene Sportevent stellt einen radikalen Gegenentwurf zum klassischen, dopingfreien Sport dar. Hier sind leistungssteigernde Substanzen nicht verboten, sondern ausdrücklich erlaubt und sogar Teil des Konzepts. Ziel ist es, die Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit bewusst zu erweitern und neue Rekorde zu ermöglichen – unterstützt durch medizinische und technologische Eingriffe.

 

Darüber hinaus richtet die Veranstaltung den Blick auf das Menschenbild, das hinter der Idee des Human Enhancement steht. Am Beispiel der im Silicon Valley verbreiteten technikoptimistischen und transhumanistischen Denkweisen wird diskutiert, warum die Überwindung biologischer Grenzen und die technische Optimierung des Menschen für Teile der Tech-Elite zu einem gesellschaftlichen Zukunftsversprechen geworden sind: Der Mensch wird zunehmend als optimierbares System verstanden, dessen körperliche und kognitive Grenzen mit Hilfe von Technologie, Neurowissenschaft und Künstlicher Intelligenz verschoben werden können. Damit stellt sich schließlich die grundsätzliche Frage, welches Menschenbild einer solchen Vorstellung zugrunde liegt – und welche gesellschaftlichen Folgen entstehen, wenn aus der Möglichkeit zur Selbstoptimierung zunehmend eine Erwartung zur Optimierung wird.

 

Wie funktionierte das Systematische Doping in der DDR und welche Folgen hat es bis heute? Warum interessieren sich Investoren aus Wirtschaft und Technologie dafür?

Programa

18.30 Uhr

Begrüßung und Einführung

Lina Berends

Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Doping mit System - die DDR und das Staatsdoping

Prof. Ines Geipel

Schriftstellerin, Antidopingexpertin mit Schwerpunkt DDR Staatsdoping

 

Der Mensch als optimierbares System? Das Menschenbild des Silicon Valley

Dr. Nikolai Horn

Philosoph, Senior Policy Advisor beim Think-Tank iRights.Lab und Lehrbeauftragter für Digitale Ethik an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung

 

20.00 Uhr

Ende

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Lugar del evento

Sportwissenschaftliche Fakultät Leipzig, Campus Jahnallee Jahnallee 59, 04109 Leipzig Deutschland

Cómo llegar

Contacto Lina Berends
Linda Berends
Referentin Politisches Bildungsforum Sachsen
lina.berends@kas.de +49 351 563446-13 +49 351 563446-10
Landessignet Sachsen

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