Detalles
Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau zählt zu den bedeutendsten historischen Parkanlagen Europas und gilt zugleich als einer der ältesten Landschaftsparks in Sachsen. Seit seiner Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes im Jahr 2004 wird er als Kulturgut von außergewöhnlichem universellem Wert anerkannt. Solche Welterbestätten zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur regional oder national bedeutsam sind, sondern eine besondere Bedeutung für die gesamte Menschheit besitzen. Im Fall des Muskauer Parks ist es vor allem die einzigartige Verbindung von gestalteter Landschaft, Natur und kunstvoll angelegten Gehölzstrukturen, die ihn zu einem herausragenden Beispiel europäischer Gartenkunst macht.
Ein zentrales Element dieses Landschaftskunstwerks sind die Bäume und Pflanzungen, die Fürst Hermann von Pückler-Muskau gezielt einsetzte, um scheinbar natürliche, malerische Landschaftsbilder zu schaffen. Große Baumgruppen, Einzelgehölze und weite Wiesenflächen wurden bewusst komponiert. Viele dieser Bäume sind heute mehrere hundert Jahre alt und prägen noch immer das Erscheinungsbild des Parks.
In den letzten Jahren haben zunehmende Hitzeperioden, anhaltende Trockenheit und sinkende Niederschlagsmengen dazu geführt, dass vor allem die alten Baumbestände stark unter Stress geraten. Wassermangel beeinträchtigt die Vitalität der Bäume erheblich, wodurch sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden. In historischen Gärten zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich: Jahr für Jahr nimmt die Zahl geschädigter oder absterbender Bäume zu, was langfristig die gesamte Struktur der Anlagen gefährden kann.
Insgesamt zeigt sich, dass der Fürst-Pückler-Park vor einem grundlegenden Wandel steht. Der Anspruch, den Ort in seiner historischen Form zu bewahren, trifft auf die Notwendigkeit, sich an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen. Die Zukunft des Parks wird daher maßgeblich davon abhängen, wie erfolgreich es gelingt, neue Strategien für den Umgang mit Bäumen und Pflanzungen zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt einzelner Gehölze, sondern um die Sicherung eines gesamten Landschaftskunstwerks, das über Generationen hinweg gewachsen ist.
Programa
Programm
18.30 Uhr Begrüßung und Einführung
Lina Berends
Konrad-Adenauer-Stiftung
18.40 Uhr Auswirkungen und Handelsstrategien zur Bewältigung des Klimawandels den in historischen Gärten der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen
Dr. Ing. Claudius Wecke
Leiter Bereich Gärten, Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH
Der Fürst-Pückler-Park und notwendige Anpassungen für die Zukunft
Cord Panning
Geschäftsführer und Parkdirektor der Stiftung „Fürst-Pückler Park Bad Muskau“
Klimaanpassung für historische Gärten
Holger Rothamel
Leiter des DBU Forschungsprojektes „Modellhafte Entwicklung und Stärkung einer prozesshaften, nachhaltigen Steigerung der Klimaresilienz historischer Parks“
19.30 Uhr Fragen und Diskussion
20.00 Uhr Ende