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Zwischen Eishockey und Konzerten

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Es ist 12 Uhr. Das Nokia Handy klingelt. Nicht schon wieder. Tomasz Grenke nimmt ab. „Tomasz Grenke LanxessArena GmbH “. Es ist sein Alltag, aber erst seit anderthalb Jahren. Seit November 2011 ist der 28-jährige Pressesprecher der LanxessArena. Der Job hat sein Leben komplett verändert.

Er studierte zunächst Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Sporthochschule Köln. „Ein ganz normales Studentenleben halt“, sagt er und lacht dabei. Anschließend folgte ein Praktikum bei Stadionwelt, einem Online-Portal für alle Stadionthemen. Es bringt auch Print-Produkte raus und ist gleichzeitig Event-Veranstaltungsagentur. Von diesem Moment an beginnt sein Aufstieg. „Stadionwelt hat mich gefragt, ob ich bei verschiedenen Projekten mitarbeiten will. Ich habe natürlich sofort zugesagt. Für mich war das ein Riesending. Ich hatte mittlerweile natürlich auch einige Kontakte und als mein Vorgänger aufhören wollte, bekam ich das Amt“, erinnert sich Grenke gerne zurück. Auf die Frage, ob sich sein Leben verändert hat, antwortet er „total“. „Ich habe nicht mehr so viel Privatleben. Ich muss immer erreichbar sein, ein echter Fulltimejob eben.“

Seine Arbeit sei vielseitig, sagt er: Von Pressearbeit über Kontakt zu Künstlern bis hin zum Ticketverkauf. Ebenso gehört das Besuchen der Events dazu. „Sportevents sind die Highlights.“ So auch die Eishockeyspiele der WM 2010 in Deutschland. Grenke erinnert sich : „Es war ein ganz normales Wochenende, eigentlich. Doch an dem Tag war das Vorrundenspiel zwischen Russland und der Slowakei. Die Arena war bis auf den letzten Platz ausverkauft. 6.000 Slowaken und 10.000 Russen waren extra für dieses Wochenende angereist“. Auch er war unter den Zuschauern. „Die Stimmung war der Supergau. Die Fans veranstalteten eine Dauerparty. Ein Russe kippte sich tatsächlich zwei Liter Bier über den Kopf. Einfach Wahnsinn“, berichtet er. „Das sind die Bilder, die hängen bleiben.“

Die LanxessArena: Für solche Ereignisse der geeignete Ort. Mit 20.000 Sitzplätzen die zweitgrößte Arena neben der O² World in London. Außerdem ist es die einzige Arena mit eigener Gastronomie, welche die 60 Logen bewirtschaftet. „ Alle anderen, bis auf die Arena in München, greifen auf einen Catering-Service zurück“ ,erklärt Grenke. „Die Arena wurde gebaut, weil es in Köln keine Location für solche Events wie Konzerte von Rihanna und Lady Gaga gab. Heute ist sie eines der Aushängeschilder Kölns.“

Nach Events, vor allem Sportveranstaltungen, geht Grenkes Arbeit weiter. Er holt ausgewählte Spieler zur Pressekonferenz ab. „Das ist nicht immer einfach, vor allem wenn sie gerade das Finale verloren haben. Dann sind sie natürlich schlecht gelaunt und frustriert“, weiß Grenke und betritt den Raum, wo die Pressekonferenzen stattfinden. Der Raum ist kalt und kahl. Kein Teppich, keine Stühle, keine Tische, keine Mikros. Noch. Lediglich ein paar Stehtische und eine Bar stehen hier. „Es wird noch alles hergerichtet. Ein Rednerpult und Stühle werden aufgebaut.“

Direkt daneben liegt die Mixed-Zone, wo sich die Journalisten nach dem Spiel aufhalten dürfen. Mit einfachem schwarz-gelben Klebeband sind die verschiedenen Bereiche für Fernsehen, Radio und Print-Presse voneinander abgetrennt. Wenn die Kölner Haie spielen werden hier später noch Werbebanner hängen.

Es ist 13 Uhr. Grenke muss sich beeilen, denn der nächste Termin wartet bereits. Er verabschiedet sich und dann ist er auch schnell wieder verschwunden. Ein echter Fulltimejob eben.

VON YANNICK LANDWEHR

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