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Unmittelbar nach der Staatsgründung war Israel verwundbar und bedroht durch seine Nachbarn. Während die europäischen Staaten abwarteten, handelte Franz Josef Strauß. Er organisierte verdeckte Waffenlieferungen und half aktiv beim Aufbau der jungen Armee. Dafür musste Strauß starke innenpolitische Widerstände überwinden.
Die Durchsetzungskraft von Franz-Josef Strauß gehört bis heute ebenso zur politischen DNA der CSU wie die besonderen Beziehungen zwischen Bayern und Israel. Als erstes Bundesland eröffnete der Freistaat 2017 eine Repräsentanz in Israel. Tel Aviv wurde zum größten Auslandsbüro Bayerns. Im Austausch beider Länder dominieren Hightech, Startups, Forschung, Cyber-Security und andere Sicherheitssysteme. Welches Gewicht hat Bayern in den deutsch-israelischen Beziehungen heute?
In einer Zeit, in der radikaler Islam und linksradikaler Antizionismus den öffentlichen Diskurs über Israel bestimmen, gewaltbereite pro-palästinensische Studenten die Universitäten dominieren und die demokratische Willensbildung mit Drohungen beeinflussen gewinnt die Frage an Bedeutung. Wer sind die Freunde Israels und wer unterstützt das Land? Kann Bayern zu einem leuchtenden Vorbild für die deutsch-israelischen Beziehungen werden? Hat der Einfluss des Freistaats strategische Qualität?
Programme
Begrüßung und Einführung
Leiter Politisches Bildungsforum Berlin der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Der Bayern-Faktor im Deutsch-Israelischen Verhältnis
Im Gespräch:
Melody Sucharewicz
Beraterin für politische Kommunikation und Strategie
Markus Söder
Ministerpäsident des Freistaates Bayern