Présentations & compte-rendus

Was darf Wissenschaft?

Diskussion um das Verhältnis zwischen Ethik und Wissenschaft am Beispiel CRISPR CAS

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Das Politische Bildungsforum Niedersachen veranstaltete eine Diskussionsrunde in Kooperation mit dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten zum Thema „Was darf Wissenschaft? – Diskussion um das Verhältnis zwischen Ethik und Wissenschaft am Beispiel CRISPR CAS“.

Hierzu wurde Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger als Referentin geladen, welche unter anderem Direktorin des Instituts für Humangenetik der Medizinischen Hochschule Hannover ist.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Manuel Ley, Leiter des Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems und einführenden Worten durch Inken Wellmann, Ring Christlich-Demokratischer Studenten, begann Prof. Schlegelberger ihren Vortrag.

Zum Einstieg stellte sie zwei Frauen vor, Jennifer Doudna und Emamanuelle Chapentier, die „Erfinderinnen“ des CRISPER CAS Verfahrens. Beide erhielten für diesen Meilenstein der Wissenschaft 2020 den Nobelpreis in Chemie. Das Verfahren, auch Genome Editing genannt, setzt mit einer Genschere an bestimmte Teilbereiche in der DNA an, wodurch Wissenschaftler die Möglichkeit haben diese zu entfernen und auszutauschen.

Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger erläuterte dies am Bespiel der familiären Leukämie - es gäbe zwei Möglichkeiten, wie man diese in der Theorie behandeln könnte. Bei dem Somatischen Genome Editing könne mit Hilfe einer Blutdiagnostik Veränderungen festgestellt werden. Mit der CRISPER CAS Mehtode könnte dann das veränderte Genom bearbeitet werden. Diese Methode fände aber ausschließlich in der Blutzelle statt. Die medizinisch und ethisch umstrittenere Methode ist das Keimbahn Genom Editing, welches schon in der Eizelle ausgeführt wird.

Nach dem Vortrag konnten die Studenten Fragen stellen. Unter anderem ob CRISPR CAS ausgenutzt werden könnte? Schlegelberger verwies dahingehend auf Amerika, wo es sogenannte „Enhancement“ Unternehmen gibt, die diese Möglichkeit für sich nutzen. An der Stelle kritisiert Prof. Dr. med. Schlegelberger den Ethikrat, der sich bis dahin noch nicht eindeutig positioniert habe.

Des Weiteren wurde die Frage gestellt, ob es schon Forschung an Tieren gäbe? Schlegelberger berichtete, dass es kaum Forschung an beispielsweise Mäusen gäbe, da es doch starke Unterschiede zum Menschen gäbe, vor allem was die embryonale Entwicklung betrifft. Daher werden auch Forschungen an humanen Embryonen vorgenommen, diese gibt es aber nicht in Deutschland.

Zum Schluss appellierte Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger, das Wissenschaftskommunikation vorangetrieben werden müsse, um auch die Debatte der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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