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כותרת יחידה

Newsletter, Ausgabe September 2011

Neuanfang auf bewährtem Fundament

Liebe Leserin, lieber Leser!Langsam wurde es Zeit: Der vorige Newsletter des Auslandsbüros Israel erreichte Sie schon vor einigen Monaten, und in der Zwischenzeit hat sich viel getan – in Israel ebenso wie in der Lloyd George St. 6, unserem Jerusalemer Büro.

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GRUßWORT VON MICHAEL MERTES

Seit 1. Juni bin ich als Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel tätig. Am 1. Juli kam Nadine Mensel hinzu, die ihre zweijährige Trainee-Zeit absolviert. Ein außerordentlich freundliches, engagiertes, kompetentes und gut eingespieltes Team in Jerusalem erleichterte uns beiden den Start. Dankbar bin ich auch Felix Dane und seinem Team im KAS-Büro Ramallah, mit dem wir eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Dieser erste Newsletter seit meinem Einstieg ist eine gute Gelegenheit, meinem Vorgänger Dr. Lars Hänsel

zu danken. Er leitet jetzt das KAS-Büro Washington D.C. und hat mir ein bestelltes Feld übergeben. In den kommenden Jahren werde ich eigene Akzente setzen, aber das in bald 30 Jahren gelegte Fundament des Wirkens der KAS in Israel bleibt unverändert. An diesem Fundament haben – um nur noch zwei Namen zu nennen – mein Vor-Vorgänger Dr. h.c. Johannes Gerster und dessen Vorgänger Dr. Gerhard Wahlers tatkräftig und mit heute noch wahrnehmbaren Resultaten mitgebaut.

In den ersten Monaten meiner Tätigkeit habe ich einen Eindruck bekommen, wie breit das Themenspektrum ist, das von der KAS in Israel bearbeitet wird. Am 21. Juli 2011 hielt Dr. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments a.D. und Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, im Jerusalemer Konrad-Adenauer-Konferenzzentrum eine viel beachtete Rede zum Thema „Der Arabische Frühling und der neue Nahe Osten – Die europäische Perspektive“. Darin machte er deutlich, dass sich die KAS in Nordafrika und dem Nahen Osten besonders intensiv engagieren werde. Zudem betonte er, dass die Stiftung dabei „auf eine reichhaltige Erfahrung als Gastgeber, Moderator und Teilnehmer des interreligiösen Gedankenaustausches zwischen den drei monotheistischen Weltreligionen“ zurückgreifen kann. Dass dieser Gedankenaustausch gerade hier in Jerusalem einen festen Platz hat, versteht sich von selbst.

Ich würde mich freuen, wenn Ihnen die aktuelle Ausgabe unseres Newsletters gefiele. Ihre Anregungen – Kritik, Verbesserungsvorschläge, aber natürlich auch Lob – sind uns willkommen.

Mit einem herzlichen „Shalom“

Ihr

Michael Mertes

BERICHTE UND LESENSWERTES

Neues Format – „Fünf Fragen – fünf Antworten“

Ein neues Format ergänzt nunmehr unser Publikationsangebot. In der Reihe „Fünf Fragen – Fünf Antworten“ stellen wir in unregelmäßigen Abständen Ideen und Thesen vor, die in den mit uns kooperierenden Thinktanks debattiert werden. Die Antworten – teils sehr unterschiedlich, oft auch gegensätzlich – spiegeln einen Pluralismus, der typisch für die Lebendigkeit der politischen Debatten in Israel ist.

Den Auftakt machte Dr. Sharon Pardo (Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls für Europäische Studien an der Ben-Gurion-Universität des Negev) zur Frage, wie Israelis Europa wahrnehmen. Speziell zum Thema „Israel, die Palästinenser und die Vereinten Nationen“ antworteten uns zum einen Hanna Siniora und Dr. Gershon Baskin, Ko-Vorsitzende des „Israel Palestine Center for Research and Information (IPCRI)“, und zum anderen Botschafter a.D. Alan Baker, Direktor des „Institute for Contemporary Affairs“ am „Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA)“.

Länderbericht

Von Juli bis August erlebte Israel eine der größten Protestbewegungen in seiner Geschichte. Im Mittelpunkt stand nicht etwa der israelisch-arabische Konflikt, sondern der Unmut der Mittelschicht über die als ungerecht empfundene Lastenverteilung im Land. Viele junge Israelis errichteten Zelte in allen größeren Städten, um gegen unzureichenden Mieterschutz, hohe Mieten und Lebenshaltungskosten zu protestieren. Besonders prominent wurde dabei der Rothschild-Boulevard in Tel Aviv. Auch wenn ein Großteil der inzwischen unbewohnt oder abgebaut sind und die jüngsten Terroranschläge im Süden Israels sowie Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen die Proteste überschatteten, wirken die Demonstrationen nach. Hintergründe dazu trägt ein Länderberichtvon Nadine Mensel zusammen.

VERANSTALTUNGEN

Jeckes und Templer

Tel Aviv würde heute nicht die „Weiße Stadt“ genannt werden, wäre nicht auch ein Stück deutscher Geschichte und Kultur hier verankert. Heute wird in Israel offen und mit wachsendem Interesse über den deutschen Beitrag zur eigenen Geschichte und Kultur gesprochen. Eine gemeinsame Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung Jerusalem und der Deutschen Botschaft Tel Aviv am 22. Juni 2011 griff dieses Thema unter der Überschrift „Jeckes und Templer“ auf.

Übergabe des KAS-Büros an Michael Mertes

Vor rund 180 Gästen fand am 21. Juli 2011 im „Mishkenot Sha’ananim Konrad-Adenauer-Konferenzzentrum“ die feierliche Amtsübergabe von Dr. Lars Hänsel zu Michael Mertes als neuem Landesbeauftragten der KAS für Israel statt. Der KAS-Vorsitzende Dr. Hans-Gert Pöttering zog bei dieser Gelegenheit eine Zwischenbilanz seines mehrtägigen Besuchs in der Region. In seiner Rede forderte er die EU auf, bei den Friedensverhandlungen für den Nahen Osten mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen.

Die Junge Gruppe zu Gast in Israel

Elf Abgeordnete des Deutschen Bundestages und zugleich Mitglieder der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Fraktion nahmen vom 18. bis 22. Juli 2011 an einem politischen Austauschprogramm in Israel teil. Ihr Wunsch war es, neben den traditionell bedeutsamen innereuropäischen und transatlantischen Beziehungen auch dem Verhältnis zwischen der Bundesrepublik und dem Staat Israel ein besonderes Gewicht zu verleihen.

Israelisch-Palästinensische Beziehungen

Am 14. Juli 2011 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem mit dem „Israel Palestine Center for Research and Information (IPCRI)“ ein weiteres Treffen der Arbeitsgruppe Wirtschaft mit israelischen und palästinensischen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Medien und von Nichtregierungsorganisationen. Sie diskutierten die Frage, wie sich die Beschäftigung palästinensischer Arbeitnehmer in Israel auf die palästinensische und die israelische Wirtschaft auswirkt. Ein zweites Treffen am 27. Juli 2011 thematisierte den Plan der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), im September einen palästinensischen Staat von den Vereinten Nationen anerkennen zu lassen. Im Vordergrund standen die rechtliche und politische Implikationen dieses Vorhabens.

Zukunft des Erinnerns

Am 31. Juli kamen rund 160 Interessierte, darunter viele „Jeckes“, Überlebende der Shoah und junge Leute, zu einer gemeinsamen Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) ins Jerusalemer Konrad-Adenauer-Konferenzzentrum. Das Thema „Zukunft der Erinnerung – Gemeinsames Gedenken in Deutschland und Israel“ war Gegenstand eines Generationen übergreifenden Gesprächs, das im Anschluss der einstündigen Paneldiskussion zu einem intensiven Erfahrungs- und Meinungsaustausch unter den Teilnehmern anregte.

DAS IST UNS WICHTIG

Solidarität mit Gilad Shalit und seiner Familie

Seit mehr als fünf Jahren befindet sich der israelische Soldat Gilad Shalit – damals 19 Jahre alt – in der Gewalt der Hamas. Auch in diesem Fall missachtet die militante Palästinenserorganisation elementare Gebote der Humanität, sie unterbindet jegliche Kommunikation, nicht einmal das Rote Kreuz erhält Zugang zu dem Entführten. Letztmals wurde im September 2009 ein Lebenszeichen an die israelischen Behörden übermittelt.

Hierzu erklärt Michael Mertes: „Wir werden das uns Mögliche tun, um die deutsche und die europäische Öffentlichkeit immer wieder für das Schicksal von Gilad Shalit zu sensibilisieren. Das gebietet zu allererst die menschliche Solidarität mit Gilad Shalit und seiner Familie. Zugleich ist es ein Zeichen unserer tiefen Verbundenheit mit Israel.“

ANKÜNDIGUNGEN

Mechanismen der Übergangsjustiz

Im Zentrum des interdisziplinäres Fachgebiets „Übergangsjustiz“ (Transitional Justice) stehen Methoden und Mechanismen, um für Gesellschaften, die kollektive und vielfache individuelle Traumata wie bewaffnete Konflikte, Bürgerkriege, Militärherrschaft oder Genozid erfahren haben, Wege des Übergangs hin zu Versöhnung und Koexistenz zu erarbeiten. Schwerpunkt dieser gemeinsamen Konferenz der KAS Israel und des „The Minerva Center for Human Rights“ ist die Rolle von Übergangsmechanismen in aktiven und andauernden Konflikten. (Konferenz vom 13.-15. November 2011 in Jerusalem)

Herausforderungen durch neue militärische Technologien

Zum sechsten Mal veranstaltet die Konrad-Adenauer-Stiftung Jerusalem gemeinsam mit Minerva und dem ICRC die alljährliche Konferenz zum Humanitären Völkerrecht. In diesem Jahr beschäftigt die Teilnehmer unter anderem die Frage, welche Herausforderungen sich aus der Anwendung neuer Rüstungstechnologien für den Schutz von Zivilisten ergeben. (Konferenz vom 27.-29. November 2011 in Jerusalem)

Glückwünsche zu Rosh HaShana und ’Id AlFitr

’Id AlFitr, das Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan, beginnt am 30. August 2011.

Rosh HaShana, das jüdische Neujahrsfest, beginnt am 28. September 2011.

عيد سعيد

קרן קונרד אדנאואר מאחלת לכל ידידיה ושותפיה שנה טובה, שנת שלום ובריאות

Allen Freunden und Partnern der Konrad-Adenauer-Stiftung wünschen wir ein friedvolles, gesundes neues Jahr!

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