Veranstaltungsberichte

„Flüchtlingsströme nach Deutschland: Herausforderungen, Chancen und Ängste“

von Christian Schleicher

Jugendpolitiktag der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung

In einem Podiumsgespräch, das den Schülern/innen Grundlagen für ihre Auseinandersetzung mit dem Thema in den sechs Workshops liefern sollte, gingen die drei Referenten auf die Flüchtlingsproblematik aus Ihrer Sicht ein.

Winfried Weck, Koordinator für Entwicklungspolitik und Menschenrechte bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, beschrieb die Fluchtursachen und die Situation in den Herkunfts- und Transitländern. Er erläuterte, was die Weltgemeinschaft im Bereich der Entwicklungspolitik und Flüchtlingshilfe vor Ort und in den angrenzenden Ländern leistet und beschrieb auch kurz einige Projekte der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er machte deutlich, dass es vor allen Dingen darauf ankomme, den Menschen vor Ort und in den Flüchtlingslagern zu helfen und dafür zu sorgen, dass sich die Situation in Ländern wie Syrien und Irak zum Positiven hin ändert, sodass die Menschen nicht mehr fliehen müssen.

Gisela Netzeband, Geschäftsführerin der NTH Hilfe Berlin, einer Organisation die selbst Flüchtlingsunterkünfte betreibt, schilderte den Schülern die Situation in diesen Einrichtungen, beschrieb den Alltag der Flüchtlinge und deren Probleme und machte deutlich, wie ihre Organisation den Menschen bei der Stillung ihrer nötigsten Bedürfnisse behilflich ist.

Carsten Engelmann, Bezirksstadtrat Soziales und Gesundheit im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, ging auf die Situation in Berlin und speziell auf die Situation in seinem Bezirk ein. Er schilderte den großartigen Einsatz der zuständigen Behörden sowie deren ehrenamtlicher Helfer, ohne die die Herausforderung gar nicht zu bewältigen wäre.

Alle Gesprächspartner waren sich darin einig, dass die Herausforderung zu bewältigen sei und dass sich bei gelungener Integration der Flüchtlinge für Deutschland auch große Chancen ergeben würden. Bei allen Chancen konnten sie aber auch die Ängste von Teilen der Bevölkerung nachvollziehen.

Sehr angeregt und ausgiebig diskutierten die Schüler/innen im Anschluss mit den Experten und der Expertin

In den sechs unterschiedlichen Workshops verarbeiteten sie dann die Anregungen, die sie aus diesem Gespräch mitnahmen sowie ihre eigenen Ideen und Überzeugungen und setzen diese dann sehr kreativ in Texten, Filmen, Bildern und in verschiedenen Theaterstücken um. Am Ende der Veranstaltung präsentierten die Jugendlichen ihre eindrucksvollen und kreativen Arbeitsergebnisse.

An dem Jugendpolitiktag nahmen insgesamt 98 Schüler/innen der folgenden Bildungseinrichtungen teil:

  • Sophie-Scholl-Schule aus Schöneberg
  • Gymnasiums Steglitz
  • Hermann-Ehlers-Gymnasium aus Steglitz
  • Humboldt-Gymnasium aus Tegel
  • Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium aus Lichtenberg

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