Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Islamismus

(De-)Radikalisierung

Motive, Radikalisierungsprozesse, Jugendbewegung, Präventionsarbeit

Einführung

In den folgenden Texten geht es in erster Linie um Radikalisierungsprozesse von Islamisten in Deutschland. Die Motive einer Radikalisierung können politischer, religiöser, soziologischer oder auch psychologischer Art sein, meist vermischen sich mehrere Formen, die Forschung hierzu ist in vollem Gange. Die derzeit am schnellsten wachsende Strömung in Deutschland mit mittlerweile etwa 8600 Anhängern ist der Salafismus. Mehr als 800 Personen sind dem Verfassungsschutz zufolge bisher in das Gebiet des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) ausgereist, die Zahl der Rückkehrer steigt ebenfalls an.

Wie kommt es, dass jemand aus Deutschland nach Syrien reist, um sich dort dem IS anzuschließen? Warum ist der Salafismus gerade für Jugendliche und junge Erwachsene so interessant und attraktiv? Welche Mittel werden gezielt zur Rekrutierung in der deutschen Öffentlichkeit und in deutschsprachigen Medien eingesetzt?

Ebenso sollen hier Präventionsansätze vorgestellt werden: Welche Ansätze werden in Deutschland verfolgt, um Radikalisierung vorzubeugen? Wie genau arbeiten hier die verschiedenen Akteure wie etwa Schulen, Sicherheitsbehörden, Beratungsstellen und Moscheegemeinden? Welche weiteren Ansätze sind denkbar und empfehlenswert? Wie wird außerdem mit Rückkehrern aus dem selbst ernannten Kalifat des IS umgegangen?

Fragen dieser Art beschäftigen zur Zeit den deutschen Staat und die Zivilgesellschaft besonders intensiv – und so auch uns hier.

Am 27. April 2016 führte das Team Religions-, Integrations- und Familienpolitik der Hauptabteilung Politik und Beratung in Berlin ein Expertengespräch zum Thema „Islamismus in Deutschland: Präventions- und Deradikalisierungsstrategien“ durch. Zu Gast war auch der ehemalige Islamist Irfan Peci, der über seine eigene Radikalisierung und Deradikalisierung sprach. Der Bericht und ein Interview mit Peci sind hier online.