Fachkonferenz

Truth, transitional justice and reconciliation in Albania

Eine Zusammenarbeit mit der Epoka Universität

Details

Übergangsjustiz ist der Prozess, mit dem Staaten versuchen, die Verletzungen eines früheren Regimes wiedergutzumachen.

Berichte von Nachkriegsgesellschaften zeigen jedoch, dass Gerichtsentscheidungen nicht ausreichen, um zufriedenstellende Lösungen für den Streit zu finden.

Obwohl strukturelle, funktionale und instrumentelle Bedingungen für die Konfliktlösung von erheblicher Bedeutung sind, ist Versöhnung wahrscheinlich die wichtigste Voraussetzung, um den gegenwärtigen Frieden in einen stabilen Frieden zu überführen.

Dennoch ist Versöhnung wahrscheinlich die schwierigste Bedingung, weil sie eine transformative Veränderung von Ideen, Überzeugungen und Verhaltensweisen nicht nur unter den herrschenden Eliten, sondern auch innerhalb der Gesellschaft erfordert.

Der Fall Albanien liefert kritische Einblicke, da der Ansatz der Übergangsjustiz in erster Linie neben dem Demokratisierungsprozess gesehen wird, Übergangsjustiz jedoch unvollständig wäre, wenn er nicht auf die Notwendigkeit eingeht, zu „kollektiver Verantwortung“ zu kommen und das Vertrauen wiederherzustellen.

Die Diskussion basiert auf der Dichotomie „Frieden vs. Gerechtigkeit und Wahrheit vs. Gerechtigkeit“ und beginnt mit der Frage, warum sollte sich Albanien mit der Vergangenheit auseinandersetzen?

Das Zusammenspiel dieser drei Konzepte führt uns auch zu einigen theoretischen Ansätzen zum Umgang mit der Vergangenheit, die die Auswirkungen jedes einzelnen auf die Fallstudie beleuchten.

Das Hauptargument dieses Seminars ist, dass ein alleiniger Rechtsansatz einige Formen der Gerechtigkeit bringen kann, aber nicht zur Versöhnung beitragen kann.

Das Symposium lädt alle ein, über TJ in Albanien nachzudenken und es kritisch zu diskutieren, indem es die folgenden Fragen sorgfältig bewertet: 1) Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die ganze Gesellschaft in einen schmerzhaften nationalen Dialog einzubeziehen und zu versuchen, die Übel der Gesellschaft in einem schmerzhaften nationalen Dialog zu betrachten? 2) Wer muss diesen Prozess leiten? Rationalisieren alle Nationen Vergebung und Erinnerung auf die gleiche Weise.“ Würden diese Konzepte im Fall Albaniens abweichen, das bekanntermaßen eher eine individuelle als eine Kollektivgesellschaft ist?

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Veranstaltungsort

Hotel Rogner
Bulevardi Dëshmorët e Kombit,
1234 Tiranë
Albanien

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Kontakt

Zheni Korçari

Zheni Korcari

Programmkoordinatorin

Zheni.Korcari@kas.de +355 4 22 66 525