Veranstaltungsberichte

Deutsch-Chinesische Wirtschaftliche Zusammenarbeit: Global Governance und Grüne Technologien

Am 2. Dezember 2021 veranstalteten das Pekinger Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung und das China Center for International Economic Exchanges einen Online-Expertendialog zu den Themen „Globale Governance-Herausforderungen, Aussichten für die deutsch-chinesische wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ausblick auf die globale Wirtschaftsentwicklung in der Ära der Post-Pandemie" und „Opportunitäten, Potential und Herausforderungen für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Bereich grüner Technologien und grüner Industrien in der Zeit nach der COP26“.

Während des Dialogs hielten Experten der Konrad-Adennauer-Stiftung, des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, der Roland Berger, der Baker Mckenzie Rechtsanwaltsgesellschaft und des China Center for International Economic Exchanges,  des Handelsministeriums Chinas (MOFCOM), des Nationalen Zentrum für strategische Forschung und internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Klimawandels des Ministeriums für Ökologie und Umwelt, des Globalen Instituts von China International Capital Corporation (CICC) Vorträge und nahmen an Diskussionen teil.

Während der Diskussion auf dem Panel 1 sagten deutsche Experten, dass es ein großes Potenzial für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China in Bereichen wie der digitalen Wirtschaft, dem industriellen Internet und der künstlichen Intelligenz gibt und dass die gesunde und stabile Entwicklung der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit weiterhin aufrechterhalten und gefördert werden sollte. Gleichzeitig gibt es auch große Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung wie die Energiewende und die Bekämpfung des Klimawandels. Die deutschen Experten äußerten aber auch ihre Besorgnis über die chinesische Handelspolitik, den Staatskapitalismus und die WTO-Reform und sprachen sich dafür aus, dass Deutschland die Diversifizierung seiner industriellen Lieferkette fördern sollte.

Chinesische Experten erklärten, dass die deutsch-chinesische Wirtschafts- und Handelskooperation seit jeher ein zentraler Bestandteil der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und China ist. Insbesondere nach der Pandemie hat die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern auch der Erholung der Weltwirtschaft Zuversicht und Schwung verliehen.  Sowohl Deutschland als auch China sind gut gerüstet, um im Bereich der grünen Technologie zusammenzuarbeiten, und beide Seiten können ihre Stärken bei der Zusammenarbeit in der grünen Industrie in der Zeit nach der COP26 gegenseitig ergänzen.

Während der Diskussion im Panel 2 tauschten sich chinesische und deutsche Experten auch über spezifische Fragen der grünen Technologie und der grünen Industrie sowie über die Politik der neuen deutschen Regierung zum Klimawandel und zur Entwicklung der grünen Industrie aus.

Am Ende des Dialogs waren sich die Experten einig, dass Deutschland und China zusammenarbeiten sollten, um bessere Regeln für den globalen Wettbewerb und die Zusammenarbeit aufzustellen und konstruktive Austausche zu führen. Trotz der Tatsache, dass Deutschland und China in Bereichen wie Investitionen, Klimawandel und Schutz des geistigen Eigentums mit unterschiedlichen aktuellen Situationen und politischen Maßnahmen konfrontiert sind, gibt es viele Räume für Zusammenarbeit. Beide Seiten sollten die wirtschaftliche Globalisierung unterstützen und zusammenarbeiten, um die Stabilität der Weltwirtschafts- und Handelsordnung zu erhalten.

Ansprechpartner

Johann C. Fuhrmann

Johann C

Leiter des Auslandsbüros China - Peking

johann.fuhrmann@kas.de +976 11 31 91 35