Veranstaltungsberichte

Jahrestreffen 2021 der KAS-Altstipendiaten in der Volksrepublik China

Vom 15. bis 17. Oktober 2021 veranstaltete das Pekinger Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung das Jahrestreffen 2021 der KAS-Altstipendiaten in der Volksrepublik China in Chongqing zum Thema "Chancen für die Stadtentwicklung in Westchina im Rahmen der Belt and Road Initiative“.

An der Veranstaltung nahmen Altstipendiaten aus Peking, Shanghai, Xi'an, Xiamen, Suzhou, Chongqing und Chengdu usw. in China sowie Mitarbeiter aus den Pekinger und Shanghaier Büros der KAS teil.

Nach der Eröffnungsfeier des Altstipendiatentreffens 2021, die am 15. Oktober in Form eines Abendessens stattfand, wurde am Morgen des 16. Oktober das Seminar offiziell eröffnet. Während der Eröffnungsrede begrüßten Frank Priess, Stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit der KAS, Johann Fuhrmann, Leiter des Auslandsbüros Peking und Dr. Heiko Herold, Leiter des Auslandsbüros Shanghai aufgrund der Zeitverschiebung zwischen Deutschland und China die Altstipendiaten per Videoaufzeichnung zum Wiedersehen.

In seiner Hauptrede zum Thema "Chongqing und die Belt and Road Initiativ" stellte Prof. Wu Bing vom Institut für Internationale Beziehung der Fremdsprachen-Universität Sichuan die Entwicklung der Belt and Road Initiative in den letzten Jahren unter dem Titel "Integration der Region Chengdu-Chongqing in die BRI: Wege und Möglichkeiten" vor. Er hob auch die Bedeutung von Chongqing als Ausgangspunkt des "China-Europa-Zugs" im Rahmen der Belt and Road Initiative hervor; Assoc. Prof. Lv Jingzhu von der Abteilung für deutsche Sprache der Fremdsprachen-Universität Sichuan befasste sich mit der "Entwicklung von Bildung und Kultur in Chongqing im Rahmen der Belt and Road Initiative", mit dem Schwerpunkt auf der kulturellen und bildungsbezogenen Entwicklung von Chongqing als Belt and Road Stadt in den letzten Jahren, sowie einer Präsentation wichtiger lokaler Universitäten in Chongqing; Tong Sisi, Repräsentant der Kultur- und Tourismuskommission von Chongqing in Hamburg, beschrieb den einzigartigen historischen und kulturellen Hintergrund von Chongqing aus der Perspektive der historischen und kulturellen Entwicklung der Stadt und erklärte dabei, warum Chongqing zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt wurde und sich zu einem wichtigen Ausgangspunkt für die Belt and Road Initiative entwickelt hat. In der anschließenden Diskussion tauschten sich die teilnehmenden Altstipendiaten und Experten über die Bedeutung der Belt and Road Initiative für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Chongqings und Chinas aus.

Am Nachmittag des 16. Oktober wurde das Seminar zusammen mit Johann Fuhrmann, Dr. Heiko Herold und David Merkle, Referent für China der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit, fortgesetzt, die ebenfalls online teilnahmen. David Merkle begann die Diskussion mit einem Überblick über die politische Situation in Deutschland nach der Bundestagswahl, das mögliche Ergebnis der Regierungsbildung und die Auswirkungen auf die künftigen deutsch-chinesischen Beziehungen. Auch Johann Fuhrmann und Dr. Heiko Herold stellten die aktuelle Situation in Deutschland aus ihrer jeweiligen Sicht dar und gaben eine Einschätzung der zukünftigen Situation ab. Die teilnehmenden Altstipendiaten brachten auch ihre Ansichten und Fragen zu den Ergebnissen der Bundestagswahl, dem Wahlkampfauftritt der CDU und der künftigen Ausrichtung der EU-chinesischen und deutsch-chinesischen Beziehungen vor und führten eine lebhafte Diskussion mit der deutschen Seite.

Am 17. Oktober fuhren die Altstipendiaten nach Dazu, Chongqing, um an einer Exkursion zum Besuch von Dazu-Distrikt teilzunehmen, mehr über die lange Geschichte und das kulturelle Erbe von Chongqing zu erfahren. Während des Besuchs diskutierten die Altstipendiaten das Thema "Geografische Rahmenbedingungen und historischer Ursprung der Seidenstraße mit Fokus auf Dazu“.

Am Ende des Treffens drückten die Altstipendiaten ihre Freude darüber aus, dass das diesjährige Altstipendiatentreffen vor dem Hintergrund der Pandemie erfolgreich durchgeführt werden konnte. Als eine der jährlichen Veranstaltungen der KAS ist das Treffen eine gute Möglichkeit, das Netzwerk der Altstipendiaten der KAS zu pflegen und die Altstipendiaten in China über die aktuelle Situation in Deutschland auf dem Laufenden zu halten und ihre Ansichten und Meinungen mit der deutschen Seite auszutauschen. Bei diesem Treffen tauschten die Altstipendiaten auch ihre Erfahrungen aus, stellten den neuesten Stand vor und machten Vorschläge für Kooperationen. Damit wurde eine gute Kommunikationsplattform geschaffen, um das Netzwerk der Altstipendiaten weiter zu pflegen und die Arbeit der KAS in China zu fördern.

 

Ansprechpartner

Johann C. Fuhrmann

Johann C

Leiter des Auslandsbüros China - Peking

johann.fuhrmann@kas.de +976 11 31 91 35