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Bildstrecke: Entwichtet und verwichtet?

Inszenierungen des britischen Street-Art-Künstlers Slinkachu

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Der britische Street-Art-Künstler Slinkachu steht in der Tradition von  Jonathan Swift. Schon dessen satirisches Werk „Gullivers Reisen“ entlarvte Verhältnisstörungen zwischen Groß und Klein.

Fast 300 Jahre später bringen Slinkachus Inszenierungen die Relationen  wieder parodistisch ins Schwimmen. Seine „Lilliputians“ werden auf  heutigen Straßen buchstäblich übersehen. Sind sie die viel diskutierten  
„forgotten people“, ohnmächtige Menschen, denen die Welt viel zu groß und zu komplex geworden ist? Oder stellt die hanebüchene Überziehung des  Unwichtig-Erscheinens in einer originellen Verkehrung das genaue Gegenteil dar?

Slinkachus Winzlinge haben ganz schön zu kämpfen, aber demütig oder resignierend wirken sie nicht. Mit überlegener Moral und besitzergreifender  Fürsorge muss man ihnen wohl nicht kommen.

 

(c) Slinkachu

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