Identität und Erinnerung
Der Herausgeber der Politischen Meinung, Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel, zieht in seinem Editorial Schlussfolgerungen aus der Diskussion über die Finanzierung der CDU und entwickelt eine Batterie von Fragen, denen sich die CDU noch in den nächsten Wochen stellen muss.Weiter widmet sich die Märzausgabe der Politischen Meinung dem Thema Identität und Erinnerung unter vielfältigen Aspekten: Die deutsch-jüdische Problematik und die Traumatisierung durch Auschwitz findet dabei besondere Beachtung neben den Auswirkungen der Deutschen Einheit vor allem auf die Christlich Demokratische Union im Osten. Eine Kontrastierung von Selbst- und Fremdwahrnehmung der Deutschen nach 50 Jahren Bundesrepublik sowie eine Analyse der Instrumentalisierung von Historie durch die Medien geben neue Impulse für einen abgeklärten Umgang mit der Vergangenheit.Die im Diskurs um deutsche Identität und Erinnerung virulenten ethischen Fragestellungen spiegeln sich auch in den außen- und europapolitischen Beiträgen: Wie stark unterliegen wertepolitische Ansprüche in der Außenpolitik internationalen Konstellationen und ihren machtpolitischen Implikationen? Wie entwickelte sich in der europäischen Union der Primat der Menschenrechte vor dem Diktat der Nichteinmischung? Welche Motive stehen hinter den hysterischen Reaktionen auf die Regierungsbildung in Österreich?