Unterzeichnung des „Vertrags über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten“ (Deutschlandvertrag) in Bonn

Von 1949 an zielte die Politik Konrad Adenauers darauf, Deutschlands Existenz gegen sowjetische Expansionsabsichten zu sichern, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Teilung Deutschlands geführt hatten. Zugleich wollte er die parlamentarische Demokratie stärken und die christlichen Werte des Abendlandes bewahren. Beide waren durch die kommunistische Unterdrückung und Gewaltherrschaft in Osteuropa und der DDR bedroht. Durch Integration der Bundesrepublik Deutschland in die westliche Staatengemeinschaft sollte die junge Demokratie gefestigt, Sicherheit im Inneren garantiert und das deutsche Volk davon abgehalten werden, sich in nationalistische Abenteuer zu stürzen. Das galt umso mehr für ein künftiges wiedervereinigtes Deutschland, das Mitglied der europäischen Staatengemeinschaft sein sollte – so legte es der Deutschlandvertrag von 1955 fest.