Union in Deutschland

Aufarbeitung der Vergangenheit

Das Haager Kriegsverbrechertribunal und die Vergangenheitsaufarbeitung in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens | Schweigen und Skandalisierung – Der Umgang südosteuropäischer Medien mit der Vergangenheit | Der Beitrag des Rote-Khmer-Tribunals zur Vergangenheitsbewältigung in Kambodscha | Gegenwart und Zukunft der Vergangenheit – China zwischen Erinnern und Vergessen | Corporate Social Responsibility und Klimaschutz in China. Der Beitrag chinesischer Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung

Frauen in Politik und Gesellschaft

Späterer Aufstieg nicht ausgeschlossen — Westafrikanische Frauen in Politik und Gesellschaft | Frauen in Senegals Politik und Gesellschaft — Priesterin, Prinzessin, Präsidentin? | Türkische Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft | Frauen als politische und wirtschaftliche Kraft in den Wachstumsländern Asiens — Erkenntnisse aus den Philippinen | Rumänien nach den Wahlen — Ein Land sucht seinen Weg in die Zukunft und stößt dabei auf seine Vergangenheit

2013

Wissen - Wie ist das Klima für die Forschung?

Wissenschaft und Forschung sind für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands überlebenswichtig: Diese Erkenntnis ist offenkundig und hat in den letzten Jahren auf politischer Ebene zu besonderen Anstrengungen geführt. Eine wissenschaftsfreundliche Politik benötigt jedoch ein entsprechendes gesellschaftliches Klima.

Afrika und die aufstrebenen Schwellenländer

China, Indien und Brasilien als Akteure in Afrika: Auswirkungen auf die Entwicklungspolitik | Brasilien in Afrika: Brücken bauen über den Atlantik? | Von der Befreiungsbewegung zur Regierung: Altlasten und Herausforderungen des Machtübergangs in Afrika | Ohne Perspektive – Flüchtlinge und Vertriebene im östlichen Afrika | Die koreanische Wiedervereinigung – Perspektive oder „Lebenslüge“? | Die Ukraine nach den Parlamentswahlen – Rückblick und Ausblick

2013

Jugend - Was sie will, wohin sie geht

Jugend ist kein Kümmer-, sondern ein Kernthema. Nicht von ungefähr bildet es den Schwerpunkt dieser besonderen Ausgabe unserer Zeitschrift, die erstmals in neuem Layout erscheint und mit jetzt ständig 128 Seiten in sechs Ausgaben jährlich ihre Inhalte noch facettenreicher ausleuchten kann. Gerade das konturenreiche „Untersuchungsobjekt“ Jugend bedarf einer Vielzahl von Perspektiven, auch von Brechungen. Dabei bewahrt das neue Element der „Fotostrecke“ davor, vor lauter Jugenddeutung den individuellen Blick zu verlieren: Mit teils herausfordernder Direktheit treten uns Jugendliche gegenüber, probieren Rollen, testen Posen, entwickeln aber auch Natürlichkeit und Haltung oder werden sich ihrer persönlichen Ausstrahlung und Besonderheit bewusst.

Auslandsinformationen 2012 (Jahresregister)

Zwischenbilanzen aus Lateinamerika

Kolumbien zwischen Reform, Stagnation und einer neuen Friedenshoffnung – Halbzeitbilanz der Regierung der Unidad Nacional | Sieben Jahre Evo Morales in Bolivien – Bilanz eines selbsternannten Hoffnungsträgers der Indigenen | Die wirtschaftspolitischen Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika vor dem I. EU-CELAC-Gipfel in Santiago de Chile | Volksparteien in der Krise – Die belgischen und niederländischen Christdemokraten | Kenia entscheidet – Herausforderungen angesichts der neuen Verfassung und der Wahlen 2013 | Die Krise in Mali – Ursprünge, Entwicklungen und Auswirkungen auf die Subregion

2012

Triebfeder Bildung

Die aktuelle Ausgabe der „Politischen Meinung“ ehrt Bernhard Vogel anlässlich seines 80. Geburtstages durch die Auswahl des Themas Bildung, das bis heute sowohl in seinem politischen Leben als auch persönlich eine kraftvolle Triebfeder darstellt. In einem Interview äußert sich der langjährige Herausgeber der „Politischen Meinung“, einst jüngste Kultusminister Deutschlands und zweifache Universitätsgründer zu ideologiegeladenen Bildungsdebatten, kritikwürdigen OECD-Empfehlungen und zum verblassenden „Krongut“ Bildungspolitik. Hermann Lübbe sieht im Universitätsgründungseifer seit den 1960er Jahren ein Exempel für die Evolution der modernen Gesellschaft und stellt fest, dass sich die Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Fortschritten und Verwissenschaftlichung fortsetzt. Heinz-Elmar Tenorth hält Bildung für ein Modell für unsichere Zeiten und beschäftigt sich kritisch mit dem Begriff der Bildungsgesellschaft. Jörg Dräger entwirft ein Graffito für einen neuen Bildungsföderalismus. Kurt Reumann ruft die Union zu mehr Mut in der Bildungspolitik auf.Dass Versöhnung auch ein Bildungsanspruch ist, darauf verweisen die Beiträge von Janusz Reiter sowie Noa Mkayton, die an der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem jungen Menschen die Geschichte des Holocaust vermittelt.Ein weiteres Thema ist der asiatische Aufstieg – unter anderem mit einem Beitrag von Philipp Mißfelder. In der Rubrik Zeitgeschehen und Kultur analysiert Matthias Donath Wandbilder in Schulen der ehemaligen DDR und kommt zu dem Ergebnis, dass die Trugbilder sozialistischer Gesellschaft nicht so harmlos sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

Online-Medien und Demokratie

Nahostkonflikt 2.0 – Israelis und Palästinenser zwischen virtueller Konfliktaustragung und Online-Frieden | Und täglich grüßt das Staatsoberhaupt – Die Medienstrategie der argentinischen Präsidentin Kirchner stößt im Internet an ihre Grenze | Politische Teilhabe 2.0 in Mexiko – Lehren aus der Bewegung #YoSoy132 | Goldrausch in Peru. Triumph der Gesetzlosigkeit über den Staat | Simbabwe vor den Wahlen. Diskussionen um die Verfassungsreform | Asiens Lebensmittelversorgung im Wandel – Auswirkungen von Verstädterung und Umweltbelastung auf die regionale Ernährungssicherheit | Wasser für Südasien. Versorgungssicherheit erfordert regionale Kooperation

2012

Fragiler Wohlstand

„Wohlstand verhindert Nazis“, konstatiert Michael Wolffsohn in der November-Ausgabe der "Politischen Meinung" und legt dar, warum der Wohlstandsbegriff – nicht erst seitdem moderne Wunsch- und Glücksforscher ihn für sich entdeckt haben – auch durch immaterielle Aspekte definiert ist. Michael North geht der kurzen Geschichte deutscher Gemeinschaftswährungen nach und kommt zu dem Schluss, dass sie alles andere als nur erfolgreich verlaufen ist. Der ungewöhnliche Triumph der D-Mark könne sich beim Euro wiederholen, wenn die Euro-Länder zu einem vertieften währungspolitischen Konsens im Sinne des Maastricht-Vertrages finden. Wolfram Weimer diagnostiziert neben der finanziellen eine geistige Schuldenkrise, die sich unter anderem an den Symptomen eines fatalen „Mitteismus“ und in einem Hang zum „Supernanny-Staat“ äußere. Eine Vorschau auf eine neue KAS-Studie gibt Christian Arndt: Die Mittelschicht ist stabil und ist inzwischen auch im Osten Deutschlands angekommen. Allerdings driftet die Mitte auseinander. Weitere Themen sind die Initiative „Ökumene jetzt“ (Norbert Lammert) sowie Reaktionen auf das ESM-Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Hans-Gert Pöttering, Hans-Jürgen Rabe). In seinem prüfenden Seitenblick auf „Die Patin“ erkennt Hugo Müller-Vogg vor allem „295 Seiten Verständnis für politische Feiglinge“.