Union in Deutschland

Auslandsinformationen 12/2007

Die Radikalisierung der Muslime in den Philippinen | Das Missverständnis von der Freiheit. Der Islam und die demokratische Entwicklung in Indonesien | Indien: Eine Demokratie lebt mit dem Islam | Das Verhältnis von Islam und Demokratie in der Türkei zwischen Islamisierung der Politik und Politisierung des Islam | Islam und Demokratiein Marokko. Integration oder Niedergang des politischen Islam? | Islam und Demokratie in Senegal

2007

Afrika - Nachbar und Partner

Mit Blick auf den EU-Afrika-Gipfel in Lissabon am 8./9. Dezember beleuchtet die Politische Meinung in ihrer Dezemberausgabe das Verhältnis der zwei benachbarten Kontinente. José Manuel Barroso beschreibt die Neubestimmung einer strategischen Partnerschaft fernab des anachronistischen Geber-Nehmer-Musters. Die Dringlichkeit der Demokratieförderung im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit betont Andrea Kolb in ihrem Beitrag. Frank Spengler stellt Handlungsempfehlungen der Konrad-Adenauer-Stiftung an die Politik vor, die im Rahmen einer Mitarbeiterkonferenz für Afrika und Nahost erarbeitet wurden. Das Engagement in Afrika als Bewährungsprobe für die G8-Staaten betrachtet Peter Molt in seinem Essay, das Engagement des Deutschen Roten Kreuzes in Sudan schildert Rudolf Seiters.Zum 75. Geburtstag von Bernhard Vogel als Herausgeber der Politischen Meinung gratulieren im Vorwort Angela Merkel und Helmut Kohl mit einem Rückblick auf gemeinsame politische Wege, ein Gespräch mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Thüringen führt Günter Müchler.In der Rubrik „Gedanken zur Zeit“ äußert sich Dieter Stolte über einen „zeit-gemäßen“, das heißt verantwortungsvollen Journalismus und Benno Kirsch über die Widersprüchlichkeiten der Evolutionstheoretiker im Umgang mit Kreationisten. „Mildernde Umstände“ lautet die Weihnachtsgeschichte von Gabriele Wohmann.

Auslandsinformationen 11/2007

Die EU und Afrika auf dem Weg zu einer Strategischen Partnerschaft | Die NATO und Russland. Wie kann die begonnene Partnerschaft gesichert werden? | Die Arbeit der Gesetzgebenden Versammlung der russischen Staatsduma in der Legislaturperiode 2003–2007 | Zwischen nationalem Interesse und Ideologie. Spaniens Lateinamerikapolitik von Aznar bis Zapatero | Politischer Islam auf dem Vormarsch. Das Beispiel der Muslimbruderschaft in Ägypten

Auslandsinformationen 10/2007

Die rumänische Außenpolitik und ihr Beitrag zu der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU | Neue Chance für Orange? Erneuter Machtwechsel nach vorgezogenen Parlamentswahlen in der Ukraine | Kuba und die Menschenrechte: Wechselbäder oder Stringenz der europäischen Politik | Reformen mit Licht und Schatten. Die mexikanische Regierung von Felipe Calderón arbeitet ihre Agenda ab | Die venezolanische Opposition – Eine Alternative zu Chávez?

2007

CDU-Grundsatzprogramm

Nach mehr als einem Jahr intensiver Arbeit wird die CDU Deutschlands auf dem Parteitag am 3./4. Dezember in Hannover ihr drittes Grundsatzprogramm beschließen. Das Novemberheft der Politischen Meinung wirft mit Beiträgen von Ronald Pofalla, Eckart von Klaeden, Armin Laschet, Karin von Welck und Manfred Weber einen kritischen Blick in den vorliegenden Programmentwurf, der auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes Politik als Ausdruck von Werten und die CDU als Volkspartei der Mitte definiert. Neben dem Schwerpunkt befassen sich weitere Essays mit Sarkozys Außenpolitik (Alfred Grosser), Großbritannien unter Gordon Brown (Thomas Bernd Stehling), der Partei "Die Linke“ (Udo Baron/Manfred Wilke). In einem Interview mit der Politischen Meinung äußert sich der Kommunismusexperte Wolfgang Leonhard über die demokratischen Rückschritte in Russland und das DDR-Regime.In drei Portraits werden Leben und Wirken von Claus Graf Schenk von Stauffenberg (Christian Müller), Walter Kempowski (Michael Braun) und Joseph Freiherr von Eichendorff (Wolf Scheller) gewürdigt.

2007

Herbst 1977

Mit der Bewegung der 68er, dem Linksterrorismus und den Ereignissen rund um das Jahr 1977 befasst sich die Politische Meinung im Oktober. Dabei stehen der Blick für die Opfer sowie ein Blick hinter die Kulissen von intellektueller Relativierung und Verklärung im Vordergrund. Zu den Autoren dieser Herbstausgabe zählen Michael Borchard, Stefan Mückl, Andreas Öhler, Bettina Röhl und Ansgar Lange mit einer Sammelrezension. Politische Lehren im Umgang mit Terrorismus zieht Eckart Werthebach in einem Interview.In der Rubrik „Demokratie und Werte“ geht es um Werteorientierung in der Politik (Hans Joas), die Frage der universellen Übertragbarkeit von Demokratie (Christian Welzel), den Liberalkonservatismus als Identitätsressource (Jens Hacke), den Umgang mit Todesstrafe und Abtreibung in den USA (Ferdinand Oertel) sowie um die reformerischen Leistungen des preußischen Staatsmannes Carl Reichsfreiherr vom und zum Stein (Heinrich Siedentopf).Die Suche der Malerei nach neuen Möglichkeiten beschreibt Hans-Jörg Clement in seinem Bericht über die documenta und den allgemeinen Kunstmarkt in 2007. Einen Weg zur Schlichtung des deutsch-polnischen Streits um die im II. Weltkrieg verschleppten Kulturgüter sieht Wolfgang Bergsdorf in der Einsetzung einer europäischen Behörde.

Auslandsinformationen 9/2007

China und Lateinamerika. Eine neue transpazifische Partnerschaft? / Südkoreas Konservative wählen ihren Präsidentschaftskandidaten – Vorentscheidung für Korea? / Mythos Diversifizierung. Europa und das Erdgas des kaspischen Raums / Bessere Regierungsführung gleich mehr Wachstum. Ein Weg für Afrika / Die Lage der Farbigenin Südafrika

2007

Zwei Jahre Große Koalition

Auf die erste Hälfte der Legislaturperiode Schwarz-Rot richtet die Politische Meinung ihren Fokus im September. Volker Kauder bilanziert die „Rückkehr der Verlässlichkeit in die Politik“ und ermutigt, an die Ergebnisse auch in den kommenden beiden Jahren anzuknüpfen. „Neue Akzente“ und konkrete Erfolge in Familienpolitik und Integrationspolitik legt Armin Laschet in seinem Beitrag dar. Roland Tichy analysiert die Ursachen der neoliberalen Legitimationskrise – „Aufschwung ohne Zustimmung“ - und moniert das mangelnde Konzept der Union für eine neue Sozialpolitik. Das für Große Koalitionen charakteristische Pendeln der Fraktionen zwischen Kompromiss und Kraftprobe beschreibt Thomas Habicht treffend unter dem Titel „Konfrontation oder Kooperation“? Ob für die SPD ein Linksbündnis in Frage kommt erläutert Norbert Seitz und das Engagement der Bundesregierung zur Stärkung von Bildung und Forschung in Deutschland erläutert Thomas Rachel.In der Rubrik „Jahr der Geisteswissenschaften“ heben Annette Schavan, Wolfgang Frühwald und Wolfgang Bergsdorf den Wert geisteswissenschaftlicher Disziplinen im Blick auf kulturelle Reflexion und Orientierung und als besondere Blüte Europas hervor. Dennoch sind die Geisteswissenschaften überproportional von Kürzungen betroffen, ihr gesellschaftlicher Wert wird deutlich unterschätzt. Eine Sprachglosse von Helmut Berschin setzt sich mit der Wendung „auf Augenhöhe“ auseinander, die Gleichheit simuliert, wo de facto Ungleichheit besteht.Besondere Würdigung gilt Helmut Kohl 25 Jahre nach seiner Wahl zum Bundeskanzler am 1. Oktober 1982 – „ein Kanzlerporträt“ von Horst Möller. Ein Literaturporträt zeichnet Oliver Ruf für Petra Morsbach - „die Einsichtige“, die im Juni 2007 den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung erhielt. Würdigungen gelten außerdem dem französischen Philosophen und Soziologen Raymond Aron, der im Zeitalter nationalsozialistischer und sowjetischer Extreme die Freiheit verteidigte, sowie Pater Alfred Delp, der sich im Kreisauer Kreis vor allem für die unveräußerlichen Grund- und Menschenrechte einsetzte.

Auslandsinformationen 8/2007

Die brasilianische Landlosenbewegung MST / Keine "Aprikosen-Revolution" / Die Türkei nach den Parlamentswahlen: Zurück zur Normalität? / Was nützt die ECOWAS / Menschenrechtsschutz und Islam in Indonesien

2007

Auftrag Außenpolitik

Das Jahr 2007 steht für Deutschland im Zeichen erweiterter außenpolitischer Verantwortung. In zehn Beiträgen befasst sich die Politische Meinung im August daher mit dem Potenzial außenpolitischen Handelns. Den Herausforderungen auf europäischem Parkett wird dabei ebenso Rechnung getragen wie den Möglichkeiten auf globaler Ebene: Jean-Claude Juncker im Gespräch über den Verlauf des EU-Gipfels, Canan Atilgan mit einer Bilanz zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft sowie Christian Hacke im Rückblick auf G8-Gipfel und deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Erklärungsversuche für die polnische Polemik während des EU-Gipfels Ende Juni liefert Stephan Raabe in seinem Beitrag. Über liberale Erneuerungsimpulse in Russland, jenseits von Moskau, und über den Wandel russischer Deutschlandbilder seit der Wende berichten Thomas Gutschker und Swetlana W. Pogorelskaja. Den Auftrag von Menschenrechtspolitik im Kontext von Machtpolitik und der Orientierung an Werten analysiert Günter Nooke. Zwei Aufsätze nehmen das deutsche Engagement in Afghanistan in den Blick: Die Dringlichkeit einer Mandatsverlängerung des Bundeswehreinsatzes erläutert Babak Khalatbari. Rainer Winkler schildert die Arbeit des Goethe-Institutes in Kabul am Beispiel von Sprachförderung und kultureller Programmarbeit.Eine weitere Rubrik widmet sich dem Thema „Frankreich nach den Wahlen“: Herbert Müller analysiert die Programmatik eines hochprofessionellen und stark personalisierten Wahlkampfes und Christian Müller beschreibt die Signale von Aufbruchstimmung und Reformehrgeiz im Auftakt zu Nicolas Sarkozys Präsidentschaft. Die in Frankreich und Deutschland spiegelverkehrt verlaufenen Rezeptionen von Totalitarismus und Dissidenz untersucht Ulrike Ackermann.In seinem neuen Buch „Fünf Deutschland und ein Leben“ betrachtet der Historiker und Friedenspreisträger Fritz Stern die „deutsche Frage“ durch das Prisma seines eigenen Lebens. Einen Vorabdruck dieser geschichtsträchtigen Erinnerungen bietet die Politische Meinung in Auszügen.