Veranstaltungsberichte

Partnerschaft für nachhaltige Textilien

Eine Gelegenheit für globale Versorgungsketten

Auf seiner Indienreise hat Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), am 5. Oktober 2015 vor Vertretern der Wirtschaft und der Regierung das Bündnis für nachhaltige Textilien als Instrument zur Verbesserung der Bedingungen in der globalen Textilindustrie vorgestellt. Am Rande der deutsch-indischen Regierungskonsultationen haben die Vereinigung der indischen Industrie- und Handelskammern (FICCI) sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Parlamentarischer Staatssekretär Fuchtel: „Indien ist als einer der weltweit bedeutendsten Baumwollproduzenten ein Schlüsselland für die Textil- und Bekleidungsindustrie. Damit ist dieses Land ein entscheidender Partner für unser Ziel einer nachhaltigen Textillieferkette vom Baumwollfeld bis zum Bügel.“ Auf Indien entfallen 24 % der weltweiten Baumwollproduktion. Zugleich ist Indien eines der wenigen Länder in Asien, das die komplette Wertschöpfungskette der Textilindustrie abdeckt - angefangen von der Verfügbarkeit von Rohstoffen über die Produktion von Garnen und Stoffen bis hin zur Herstellung von Fertigprodukten. Landesweit sind circa 35 Millionen Menschen in der indischen Textil- und Bekleidungsindustrie tätig.

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, hat die Gründung des Textilbündnisses am 16. Oktober 2015 initiiert, um die sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette zu verbessern. Das Textilbündnis hat derzeit knapp 160 Mitglieder, die ca. 45 Prozent des deutschen Textileinzelhandelsmarkts repräsentieren.

Die Umsetzung einer nachhaltigen textilen Wertschöpfungskette vom Baumwollfeld bis zum Bügel ist nur im Schulterschluss mit Regierungen der Produktions- und Abnehmerländer sowie internationalen Nachhaltigkeitsinitiativen möglich.