Veranstaltungsberichte

Libanons Stabilität zwischen internationalen Resolutionen und regionalen Spannungen

KAS, MEIRSS und RFCS organsierten Runden Tisch zur Diskussion der Studie

Am 31.05.2018 organisierten die Konrad-Adenauer-Stiftung, das Institute des Nahen Ostens für Forschung und strategische Studien (MEIRSS) und das regionale Forum für Beratung und Studien (RFCS) einen geschlossenen Runden Tisch, um sich über das Thesenpapier "Libanons Stabilität zwischen internationalen Resolutionen und regionalen Spannungen" von General Khaled Hamade auszutauschen.

Die Veranstaltung eröffneten Dr. Eli El Hindy, Direktor des Instituts des Nahen Ostens für Forschung und strategische Studien (MEIRSS), und Dr. Malte Gaier, Leiter des Auslandsbüros Libanon der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Beide unterstrichen die Bedeutung des Themas und ihren Wunsch für einen konstruktiven Dialog nach der Präsentation des Thesenpapieres, welches in Kooperation der KAS mit MEIRSS entstand.

General Khaled Hamade, Direktor des regionalem Forums für Beratung und Studien, beginnt die Studie mit eine Beschreibung des politischen Kompromisses, der zur Wahl des Präsidenten General Michel Aoun führte. Er begreift diese Einigungen als Endpunkt einer Reihe von Kompromissen, die einen regionalen Konsens ausdrücken, entwickelt zwischen Saudi-Arabien und Iran und unterstützt von der internationalen Gemeinschaft, um eine Lösung für das 2 1/2 Jahre dauernde Machtvakuum. Im Anschluss darauf präsentiert er sechs Faktoren, die den Kompromiss bedrohen: Erstens erlebt Libanon eine Phase der Erschütterung der Golfstaaten. Zweitens gibt es ein Sicherheitsvakuum und mangelnde Kontrolle der östlichen Grenzen. Drittens die Situation im Süden Syriens. Viertens die Fähigkeit Libanons, internationale Vereinbarungen umzusetzen. Fünftens eine internationale und regionale Spaltung in der Frage der Expansion des iranischen Einflusses. Sechstens Russlands Rückkehr auf die international Bühne und die Wiedersprüche der russisch-iranischen Interessen.

In der anschließenden Debatten wurden die Rolle Saudi-Arabiens, Irans, Russlands und der internationalen Gemeinschaft sowie die Auswirkung internationaler Verpflichtungen und des Krieges in Syrien auf Libanons Stabilität diskutiert.

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Khalil Toubia