Veranstaltungsberichte

KAS-Studie zu Druck auf Medien ist Thema bei EFJ-Jahrestagung

von Manuela Anastasova
Die Jahrestagung der Europäischen Journalisten-Föderation (EFJ) fand am 1. und 2. Juni im montenegrinischen Budva statt.

Ein Thema war die Studie des KAS-Medienprogramms zum Druck auf Journalisten in Bulgarien.

Mehr als 80 Vertreter von EFJ-Partnerorganisationen trafen sich, um aktuelle Probleme der Journalisten in ganz Europa zu diskutieren sowie Verbesserungsvorschläge und Stellungnahmen zu formulieren. Hauptthema der diesjährigen Veranstaltung war "Stärkung der Arbeitnehmerrechte der Journalisten: Gewerkschaften als Akteure des Wandels".

Christian Spahr, Leiter des KAS-Medienprogramms Südosteuropa, nahm an einer Diskussion über Pressefreiheit und Arbeitsbedingungen der Journalisten auf dem Balkan teil. Weitere Referenten waren der Generalsekretär der Südosteuropäischen Medienorganisation (SEEMO) Oliver Vujović, die Präsidentin der Mediengewerkschaft Montenegros, Marijana Camović, und der Präsident der kroatischen Journalistengewerkschaft Anton Filić. KAS-Experte Spahr erläuterte den Medien-Arbeitsmarkt in Bulgarien und betonte, dass es fehlende rechtliche Strukturen gebe, wie zum Beispiel ein Pressegesesetz und Tarifverträge. "Viele bulgarischen Journalisten beklagen Druck seitens Politik und Wirtschaft. Die Medien lassen sich in starkem Maße auf eine inoffizielle Zensur ein. Solche Tendenzen prägen auch das Arbeitsklima in den Medienhäusern", so Spahr.

Die Referenten zeigten sich besorgt über unzureichende Arbeitsbedingungen der Journalisten in mehreren Balkanländern und Fälle von Gewalt gegen Journalisten.