Veranstaltungsberichte

Krisenreporter diskutieren neue Tendenzen der Kriegsberichterstattung

Auf Einladung des KAS-Medienprogramms Südosteuropa diskutierten am 13. Februar in Sofia Krisenreporter und Medienexperten aus Deutschland, Österreich und Südosteuropa über neue Tendenzen der Kriegsberichterstattung.

Gastredner der Konferenz "Die Wahrheit stirbt zuerst – Journalisten in Konfliktzonen" waren unter anderem Jörg Armbruster, ehemaliger ARD-Nahostkorrespondent, und Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen Deutschland. Sie erklärten, was zu einer guten Vorbereitung für Kriseneinsätze gehört und welche Unterstützung Journalisten benötigen. Der österreichische Journalist Gregor Mayer, der den Jugoslawienkrieg dokumentierte, und die bulgarische Krisenreporterin Elena Yontcheva diskutierten, wie Journalisten trotz schwieriger Quellenlage authentisch berichten können. Der ukrainische Medienexperte Yevgen Fedchenko schilderte den Informationskrieg um die Ukraine-Krise und stellte die Plattform Stopfake.org vor, die sich mit Darstellungen russischer Staatsmedien beschäftigt. Zudem sprach unter anderem der britische Ethik-Experte Aidan White. Moderiert von KAS-Medienkoordinatorin Martina Kaiser, formulierten die Experten und Teilnehmer aus elf Ländern Empfehlungen für Kriegsberichterstatter, die demnächst veröffentlicht werden.

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