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Veranstaltungsberichte

„Institutionen als Spielregeln der internationalen Beziehungen“

Deutschland, die UN und multilaterale Organisationen

Matthias Meis, Leiter des Referats für Strategische Planung und Steuerung im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), fand beim Politischen Salon in der KAS New York am 4. Mai klare Worte für ein starkes Engagement Deutschlands auf dem multilateralen Parkett.

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Besonders in Zeiten des Wandels, der großen Umbrüche und auch der Krisen komme funktionsfähigen Institutionen als stabilisierende Faktoren in der internationalen Ordnung eine wichtige Rolle zu. Dies sagte Matthias Meis bei seinem Vortrag auf einer gemeinsamen Veranstaltung des American Council on Germany (ACG) und der Konrad Adenauer Stiftung. Der Druck auf multilaterale Organisationen wie UNO oder Weltbank werde angesichts aktueller komplexer Herausforderungen größer, so der Vortragende. Daher trete Deutschland entschlossen für eine Weiterentwicklung bereits bestehender Institutionen ein. Dafür brauche es, so Matthias Meis, eine starke und einheitliche transatlantische Position.

„Wenn wir die Institutionen nicht gestalten und reformieren, werden wir gestaltet werden“

Als Beispiel dafür nannte Meis die Entwicklungen rund um die Gründung der Asia Infrastructure Investment Bank (AIIB).

Insgesamt habe Entwicklungspolitik im Laufe der Kanzlerschaft Angela Merkels an Bedeutung zugenommen, so der Referent aus dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Er führte aus, dass sich in diesem Zeitraum alleine das Budget seines Hauses verdoppelt habe und die Ausgaben für humanitäre Hilfe vervierfacht wurden. Es brauche jedoch zusätzlich noch eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, die humanitäre Hilfe leisten und jenen, die in der klassischen Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, so Meis.

Auch das KAS-Büro in New York versteht Matthias Meis als einen sichtbaren Ausdruck verstärkten multilateralen Engagements Deutschlands: Diese Präsenz in New York, in einem der weltweiten Zentren multilateralen Geschehens, ermögliche es, Informationen aus erster Hand zu erhalten und diese für eine interessierte Öffentlichkeit aufzubereiten.

Der Politische Salon fand im Rahmen einer Delegationsreise von deutschen Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und NGO-Szene nach Washington D.C. und New York statt, die von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert wurde.

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Kontakt

Andrea Ellen Ostheimer

Andrea Ostheimer

Leiterin des Multilateralen Dialogs Genf

andrea.ostheimer@kas.de +41 79 318 9841

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