Veranstaltungsberichte

"Das Pessachfest"

von Antonia Lammers
Veranstaltungsbericht

Am Abend des 12. Mai begrüßte das Politische Bildungsforum Niedersachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung online zur letzten Veranstaltung der Reihe zum Thema „Jüdische Kultur kennenlernen“. Schwerpunkt der Online-Veranstaltung war das „Pessachfest“. Nach einer kurzen Begrüßung durch Patrick Hoare, begann Arie Rosen mit seinem Vortrag. Auch an diesem Abend wurde der thematische Vortrag mit Live-Musik von Yedidia Toledano untermalt.

Herr Rosen setzte bei der Entstehung des Pessachfestes an. Das Fest hat den Ursprung in dem Auszug aus Ägypten, deren Hintergrund die sehr bekannte Geschichte der Versklavung hat: Die Thora besagt, dass die Israeliten in Ägypten versklavt wurden und unter Folter Zwangsarbeit verrichten mussten. Moses bat den Pharao um die Freilassung der Israeliten, doch der lehnte diese Bitte ab. Daraufhin schickte Gott zunächst 9 Plagen über Ägypten, doch auch diese konnten den Pharao nicht überzeugen. Vor der letzten, der 10. Plage, forderte Gott die Israeliten auf, ein Lamm zu schlachten und mit der Familie zu essen. Durch dieses Lamm sollten sie eine „innere Erlösung“ aus der ägyptischen Gefangenschaft erfahren. Nach diesem Mahl sandte Gott die letzte Plage, die vorsah, jeden Erstgeborenen der Ägypter zu töten. In seiner Trauer über seinen eigenen erstgeborenen Sohn ließ der Pharao die Israeliten ziehen.

Am Pessachfest wird jedes Jahr an diesen Auszug aus Ägypten erinnert. Für Juden symbolisiert Pessach die besondere Verbindung zwischen Juden und Gott. Zum Auftakt des siebentägigen Festes findet der Sederabend statt. Hierbei werden besondere symbolische Speisen gegessen und Loblieder gesungen.

Am Ende betonte Arie Rosen, dass das Pessachfest nicht nur an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten erinnern soll, sondern, dass es außerdem als Erinnerung an das Recht auf Freiheit gelte und damit auch für Nicht-Juden von großer Bedeutung sein kann.