Veranstaltungsberichte

"Die Hohen Feiertage im Judentum"

Veranstaltungsreihe zum Thema jüdische Kultur

Am vergangenen Donnerstag begrüßte die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. gemeinsam mit Arie Rosen und Yedidia Toledano zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe zum Thema jüdische Kultur mit dem Schwerpunkt „Die Hohen Feiertage im Judentum“. Nach einer kurzen Begrüßung durch Patrick Hoare, Tagungsleiter des Politischen Bildungsforums Niedersachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., leitete Herr Toledano musikalisch in die Veranstaltung ein.

Arie Rosen begann mit einer Vorstellung seiner Person und seiner persönlichen Geschichte. Rosen wanderte mit seiner Familie im Alter von 15 Jahren von Frankfurt am Main nach Jerusalem aus. Was ihn an der Stadt am meisten fasziniere, sei damals wie heute die religiöse Atmosphäre und die Allgegenwärtigkeit der Religion in der Metropole.

Nachdem die Teilnehmenden in der letzten Veranstaltung das Thema „Schabbat“ näher kennenlernen konnten, sprach Arie Rosen in diesem zweiten Teil über die Feiertage Rosch ha-Schana und Jom Kipur. Dies sind die ersten Feiertage des jüdischen Kalenders, sie werden als Tage des Gerichts bezeichnet und besiegeln das Schicksal des Gläubigen für das kommende Jahr. Zwischen Rosch ha-Schana und Jom Kipur liegen 10 Tage in denen Unrecht gutgemacht und Menschen um Vergebung gebeten werden können. Das wichtigste rituelle Symbol dieser Tage ist das Schofar, ein Widderhorn, das während des Gottesdienstes geblasen wird und dessen Klang zur Besinnung und Buße anregen soll. Während der Festtage kommt die ganze Familie zusammen, die Synagoge wird besucht und zu Essen gibt es ausschließlich süße Speisen, um das Jahr „süß“ zu beginnen.

Am Ende der Veranstaltung stellten die Teilnehmer noch einige spannende Fragen, beispielsweise zu Parallelen zum Christentum, an den Referenten. Abschließend betonte Arie Rosen die große Bedeutung dieser Hohen Feiertage, insbesondere in Zeiten eines exzessiven Medienkonsums. Ziel sei es, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren, das eigene Handeln zu hinterfragen und zu verbessern.