In Anwesenheit zahlreicher Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus Politik und Gesellschaft würdigte die KAS das Wirken Rita Süssmuths in ihrem ehemaligen Bundestagswahlkreis.
„Rita Süssmuth war die Stimme des Gewissens und der Menschlichkeit“,
sagte Fritz Güntzler, Süssmuths Nachfolger als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Göttingen. „Ich durfte Wahlkämpfe von ihr begleiten. Sie war eine Politikerin mit Haltung und Weitblick, sagte Güntzler.Bei den Wahlen habe sie hier stets zehn Prozent mehr an Erststimmen als die CDU an Zweitstimmen bekommen. „Ihre Verdienste für Göttingen sind beispielsweise der ICEHalt, die Lokhalle als Veranstaltungsort und die Bundespolizei in Duderstadt. Sie war eine Botschafterin der Region!“
„Fast immer ist der richtige Weg der schwerste.“ Mit dem Zitat des Schriftstellers François Mauriac eröffnete die CDU-Landtagsabgeordnete Carina Hermann ihre Würdigung. Damit nahm sie Bezug auf Süssmuths Dissertation über französische Literatur und letztlich auch ihre Arbeit als Professorin an der Universität Göttingen. Hermann übernahm die Würdigung in Vertretung für den CDU-Landesvorsitzenden Sebastian Lechner, der zeitglich an der Trauerfeier anlässlich der Ereignisse in Stade teilnahm.
Sie führte fort, dass es nicht Lautstärke war, mit der die Politikerin agierte, sondern Beharrlichkeit. Sie sei Vorreiterin der Gleichstellung von Frauen gewesen, eine Gerechtigkeitspolitikerin. Die Gesundheitspolitik habe ihr am Herzen gelegen – beispielsweise bei der Aids-Aufklärung. Die KatholischeSoziallehre sei für sie immer richtungsweisend gewesen. „Rita Süssmuth war eine Zumutung, und das hätte sie als Kompliment gemeint."
Die Konrad-Adenauer-Stiftung bedankt sich bei den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern in Göttingen, ohne die die Veranstaltung nicht so würdig hätte gestaltet werden können.