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"Mod Helmy"

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Am 18. November fand in Kooperation der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. mit der Stadt Bergen und der Gedenkstätte Bergen-Belsen die Veranstaltung „Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ statt. Der Autor des gleichnamigen Buches, Igal Avidan, referierte über den Entstehungsprozess, den historischen Kontext und die persönliche Geschichte Mod Helmys.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Elke Gryglewski und der Bürgermeisterin der Stadt Bergen, Claudia Dettmar-Müller, begann Herr Avidan mit seinen Erzählungen. Er umriss die Geschichte von Mod Helmy und las aus seinen Büchern einige Textpassagen vor. Mohamed „Mod“ Helmy, geboren 1901, verbrachte seine Jugend in Kairo als Kind wohlhabender Eltern, bevor er Medizin in Berlin studierte. Anschließend arbeitete er im Krankenhaus des Stadtteils Moabit. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden viele von Mod Helmys jüdischen Kollegen entlassen, er hingegen durfte seiner beruflichen Tätigkeit weiterhin nachgehen. Nach und nach verschlechterte sich aber auch die Situation für ihn und die Tätigkeit im Krankenhaus wurde unmöglich. Im Jahr 1941 übernahm er die Praxis eines einberufenen Arztes in der Hauptstadt. Während seiner Zeit als Hausarzt lernte er das jüdische Mädchen Anna Boros kennen und entschloss sich, ihr zu helfen, indem er das Mädchen bei sich versteckte. Trotz der Gefahr überlebten alle Beteiligten die Zeit des Nationalsozialismus. Durch die Forschungen wurden Avidan immer weitere Informationen zugespielt und er konnte mit jedem weiteren Detail die Geschichte zusammensetzen.

Im Jahr 2013 wurde Helmy von der Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet. Igal Avidan betonte nachdrücklich die Aktualität und die politische Wichtigkeit der Person Mod Helmy. Als Muslim, der eine Jüdin versteckte, kann Mod Helmy als Brückenbauer in der konfliktreichen Beziehung zwischen Juden und Muslimen gesehen werden.

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Kontakt

Lina Berends

Linda Berends

Referentin Politisches Bildungsforum Sachsen

lina.berends@kas.de +49 351 563446-13 +49 351 563446-10

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