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Wahrnehmungen und Auswirkungen: Chinas globale Initiativen in Südosteuropa

Research paper

Die Pubikation, veröffentlicht von der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Wilfried Martens Centre for European Studies und dem Think-Tank ESTIMA, untersucht, wie Chinas neue globale Initiativen in Südosteuropa wahrgenommen und verstanden werden und welche Auswirkungen sie auf die wirtschaftliche, sicherheitspolitische und politische Landschaft der Region haben könnten.

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Ziel der Studie ist es, Muster der Zusammenarbeit, Bereiche der Übereinstimmung oder Spannungen im Verhältnis zu europäischen und transatlantischen Rahmenbedingungen sowie die strategischen Überlegungen zu identifizieren, die die nationalen und regionalen Reaktionen prägen.

Chinas vier globale Initiativen sind zu einem Zeitpunkt nach Südosteuropa gelangt, der von globalen Umbrüchen, sich überlagernden Krisen und Konflikten in Europa und darüber hinaus sowie von Dilemmata hinsichtlich der EU-Integrationsperspektive der Region geprägt ist. Ihr Einfluss auf die grundlegenden strategischen Ausrichtungen der Region bleibt begrenzt; deutlicher sichtbar ist hingegen ihre Rolle im Diskurs, indem sie bestimmten Akteuren alternative Begrifflichkeiten und Deutungsmuster zur Verfügung stellen.

Auf der Grundlage von Medien- und öffentlichen Diskursanalysen sowie Daten aus einer Expertenbefragung untersucht die Studie die Rezeption der vier globalen Initiativen (4GI) in neun südosteuropäischen Ländern anhand von vier analytischen Dimensionen: der offiziellen Aufnahme durch staatliche Akteure, ihrer Sichtbarkeit und Verbreitung in den Medien, den initiativenspezifischen Einschätzungen und Wahrnehmungen innerhalb der Fachöffentlichkeit sowie den kontextuellen Faktoren und strukturellen Bedingungen, die ein vertieftes Engagement ermöglichen oder begrenzen.

Die Studie argumentiert, dass die 4GI als ein sich herausbildender normativer Rahmen verstanden werden sollten, der auf ein regionales Umfeld in Südosteuropa trifft, das durch bereits bestehende politische und institutionelle Lücken, Spannungen oder unerfüllte Erwartungen und Bedürfnisse gekennzeichnet ist. Einige dieser Faktoren können Bedingungen schaffen, die eine selektive Übernahme chinesischer Initiativen begünstigen.

Die Bedeutung der 4GI für Südosteuropa liegt letztlich in ihrem Potenzial, ein sich weiterentwickelndes Vokabular und neue Deutungsmuster hervorzubringen, die ihren Ursprung in chinesischen Initiativen haben, zugleich jedoch offen für eine selektive Aneignung und Neuinterpretation durch lokale Akteure bleiben, die eigene politische, wirtschaftliche oder diplomatische Ziele verfolgen. Dies bedeutet jedoch keine grundlegende Veränderung der strategischen Ausrichtung der Region.

Die Publikation wurde von Dr. Ana Krstinovska und Zlatko Simonovski vom Think-Tank ESTIMA, Dr. Anastas Vangeli von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Ljubljana sowie Dr. Konstantinos Tsimonis von der Panteion-Universität in Athen verfasst.

 

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