Luis Moreno Ocampo, Ankläger des Internationalen Gerichtshof, fragt bei den Vereinten Nationen nach Unterstützung bei der Verhaftung des sudanesichen Präsidenten Omar al-Bashir an. Er erwartet eine Stärkung des Haftbehls duch den Sicherheitsrat, auch für Staaten die die RomVereinbarung nich unterzeichnet haben. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass seine Anfrage beantwortet wird.
Luis Moreno Ocampo hielt seine letzte Rede vor dem Sicherheitsrat, bevor seine neunjährige Amtszeit endet. Der ICC Ankläger widmete seine Rede dem Fall von Omar al-Bashir. Dem sudanesiche Präsidenten war es bisher immer möglich der Verhaftung wegen Genozid in Dafur zu entgehen. Ocampos Anfrage zur Verhaftung al-Bashirs richtet sich an Nichtmitglieder des Internationalen Gerichtshofs und regionale Organisationen, wie die Afrikanische Union.
Ein weiterer seiner Vorschläge war, die Hilfe an Staaten, die sudanesichen Präsidenten empfangen, zu kürzen. «Nach fünfjährigem Scheitern der Umsetzung der Entscheidung zu Dafur, möchte ich dem Sicherheitsrat neue Ideen unterbreiten. Ich weiss, dass diese nicht heute Anwendung finden, aber wir müssen etwas finden, um die Verbrechen in Dafur zu beenden, » sagte Ocambo.
Der sudanesiche UN-Entsandte warf Luis Moreno Ocampo vor, er denke er sei «der Präsident der Welt». Es ist unwahrscheinlich dass diese Anträge dem Veto Chinas, das ich als der Schützer Sudans bei den Vereinten Nationen sieht, standhalten.