Oppositionskandidat Winston Tubman machte seine Drohung wahr: Nachdem es einen Tag zuvor zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war, boykottierte er am Dienstag die Stichwahl gegen die amtierenden Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf.
Vor Beginn der Stichwahl hatte Winston Tubmann die Bevölkerung von Liberia zum Boykott der Wahl aufgerufen. Er wirft der Regierung um Ellen Johnson Sirleaf Wahlbetrug während des ersten Durchganges vor.
Die Wahl am Dienstag verlief größtenteils friedlich, jedoch fiel die Wahlbeteilung äußerst gering aus. Viele Wahlberechtigte blieben aus Angst vor erneuten Gewaltausbrüchen den Wahlurnen fern. Daneben berichteten Sicherheitsagenturen und Tubman’s Anhänger über angebliche Attentatpläne gegen die wichtigen Oppositionsführer – darunter auch gegen Tubman selbst und gegen Georg Weah.
Die Auszählung der Stimmen hat bereits begonnen und es ist zu erwarten, dass Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf als Siegerin hervorgeht und für eine zweite Amtszeit bestätigt wird.