In Malabo stationierte Diplomaten aus den Mitgliedsstaaten der CEMAC (Economic and Monetary Community of Central African States – Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft) forderten auch die sofortige Freilassung der jeweiligen Staatsangehörigen, welche von Polizeistreifen festgenom-men worden waren. Sie sehen die Festnahmen als potentielle Gefährdung der stabilen und langjährigen Beziehungen zwischen den Mitgliedstaaten der CEMAC und Äquatorialguinea. Die zentrale Polizeibehörde in Malabo bestätigt, dass seit dem 26. Mai 2011 mehrere Ausländer von Polizeistreifen verhaftet worden sind. Des Weiteren wurden nach Angaben von Gram-AC (Group Research and Action on Migration in Central Africa) zwischen Mai und Dezember 2010 mehr als 800 Afrikaner aus verschiedenen Gründen des Landes verwiesen.
Ebenso haben Mitglieder der Zivilgesellschaft ihre Empörung über die zahlreichen Übergriffe auf Ausländer und andere nicht den vollen Schutz des Gesetzes Genießende unter dem Gesichtspunkt von Ausbeutung, Rassismus und Diskriminierung geäußert und fordern die Respektierung von deren Rechten ein. Außerdem fordern sie die Verabschiedung neuer Gesetze, welche Migranten vor Ausbeutung Schutz bieten und gewährleisten, dass diese gemäß dem Gedanken der Globalisierung nicht mehr ausgewiesen werden können.
Auch die Vereinten Nationen haben die mangelnde Transparenz in den Abschie-bungsprozessen öffentlich kritisiert.
Der Präsident von Äquatorialguinea, Teodoro Obiang Nguema, bdauertert die Anschuldigung der Menschenrechtsverletzungen in seinem Land. Er ist davon überzeugt, dass evtl. Festnahmen lediglich aus Sicherheitsgründen vorgenommen wurden, um den zum AU Gipfel angereisten Gästen genügend Sicherheit zu gewähren.
Auf Druck von Seiten verschiedener Menschenrechtsanwälte hat die UNESCO vorerst die Vergabe einer Auszeichnung für wissenschaftliche Arbeit, die zur Ver-besserung der Lebensqualität beiträgt, an Präsident Obiang Ngeuma ausgesetzt.