Beim Gipfeltreffen der fünfzehn Mitgliedsstaaten der Southern Africa Development Community (SADC)am 11.-12.06.2011 in Johannesburg wurde keine Übereinstimmung über den Fahrplan für die Wahlen in Simbabwe und die neue Verfassung gefunden, aber der Wunsch nach dringenden demokratischen Reformen vor den nächsten Wahlen geäußert. Am umfassenden Konzept in dem die Erwartungen des SADC zur Situation in Simbabwe verdeutlicht werden sollen, wird laut Tomaz Salomao, Executive Secretary des SADC noch gearbeitet und es besteht die Hoffnung den endgültigen Entwurf bis zum nächsten SADC Gipfel im August in Luanda fertigzustellen.
Beim SADC Gipfel wurden Präsident Mugabe und seine Hauptopponenten ermahnt, sorgfältig daran zu arbeiten ein zuträgliches Umfeld für freie und faire Wahlen in einer Atmosphäre der politischen Stabilität zu schaffen, wie es im 2008 unterschriebenen globalen Protokoll vereinbart worden war. Der Gipfel drängte die zwei Lager sich schneller in Richtung der Umsetzung des Global Policy Agreements von 2009, zum Entwurf einer neuen Verfassung, die größere Freiheiten garantiert und damit zu neuen Wahlen führt, zu bewegen.
Es gibt Spannungen und ständige Meinungsverschiedenheiten in der Regierung der nationalen Einheit, die Präsident Mugabe dazu nutzt, die Auflösung des Parlaments zum Ende des Jahres und Wahlen kurz danach zu fordern.
Premierminister Morgan Tsvangirai seinerseits möchte die Wahlen auch nächstes Jahr, aber zuerst die Umsetzung der Wahl- und Verfassungsreformen. Er beschuldigt Mugabes Partei ZANU-PF der Bedrohung und der Verhaftung von Oppositionsanhängern. Er argumentiert damit, dass Wahlen vor nächstem Jahr garnicht organiziert werden können, da zuerst die neue Verfassung angenommen und das Wahlregister erneuert werden muss.
Morgan Tsvabgirai beschuldigt Präsident Mugabe die Reformen, die notwendig sind das Global Policy Agreement umzusetzen, abzublocken und mit einseitigen Massnahmen gegen den Inhalt der Vereinbarung vorzugehen.
Auf der anderen Seite beschuldigt Präsident Mugabe die Europäische Union und die Vereinigten Staaten, die er für die andauernde Krise des Landes, durch die über Simbabwe verhängten Sanktionen, verantwortlich macht.
Angolas Präsident José Eduardo Dos Santos gab bekannt, er sei bereit alles zu tun, um seinen Amtskollegen Mugabe davon zu überzeugen, seine Zusage für freie und faire Wahlen einzuhalten.