Alpha Conde hat die Stichwahl zum Präsidenten in Guinea gewonnen.
Die Wahlkommission hat den Oppositionsführer Alpha Conde zum Gewinner der Stichwahlvom 7. November 2010 um den Präsidentenposten in Guinea erklärt. Nach vorläufigem Ergebnis gewann Conde die Wahl mit 52.5% der Stimmen und schlägt damit den frühreren Premierminister Cellou Dalein Diallo. Diallo, der Betrug unterstellte, erklärte, dass er das Wahlergebnis nicht akzeptieren wird. UN Generalsekretär Ban Ki-Moon gab inzwischen ein Statement heraus, in dem er Guinea auffordert, „im nationalen Interesse das Ergebnis der Wahl anzuerkennen und alle Differenzen auf legalem Wege zu klären“. Die Wahlen, die durch Gewalt und Verzögerungen beeinträchtigt wurden, waren der erste Schritt, um 52 Jahre Gewaltherrschaft zu beenden.
Südsudanesische Wähler begannen die Registrierung
Wahlberechtigte im Südsudan haben begonnen sich für das Referendum zur Unabhängigkeit am 9. Januar 2011 registrieren zu lassen. Angeführt von Präsident Salvas Kiir, gleichzeitig Vizepräsident des Sudans, begann die Region am Montag die Registrierung, nachdem Beauftragte für das Referendum grünes Licht gaben. Das Referendum ist Teil der Vereinbarungen die 2005 getroffen wurden, um den Konflikt zwischen dem Nord- und Südsudan zu beenden. Nach seiner Registrierung sagte Präsident Kiir, „Dieses Referendum ereignet sich nur einmal. Menschen müssen massenhaft daran teilhaben, sonst bedeutet es, dass viele Menschen umsonst gekämpt haben und gestorben sind“. Die afrikanische Union liess schon vorab erklären, dass die zwei Regionen sich darauf geeinigt haben, alle offenstehenden, das Referendum und die Regierung für den Sudan danach – entweder Süden oder Norden - betreffende Themen, zu klären.
Tansanische Abgeordnete wählen zum ersten Mal eine Frau als Sprecher der Nationalversammlung
Anne Makinda, 61, wurde als erste Frau zum Sprecher im unabhängigen Tansania gewählt. Makinda ist Mitglied der Regierungspartei Chama Cha Mapinduzi (CCM) und wurde von Dr. Thomas Kashililah, Vorsteher der Nationalversammlung, zu ihrem Sprecher erklaert, nachdem sie 265 der Stimmen erhielt und damit den Kandidaten der Opposition, Mabere Marando, ein prominenter Anwalt, der 53 Stimmen erreichte, besiegte. Insgesamt gaben 327 Abgeordnete in der politischen Haupstadt Dodoma, unter dem Vorsitz der Abgeordneten Anna Abdallah, ihre Stimme ab. Neun Wahlzettel waren ungültig. Mit einer überwältigenden Mehrheit im Haus von 251 Sitzen gegenüber 82 Sitzen der vereinigten Opposition, war der Kandidat der CCM sicher mit einem grossen Vorsprung zu gewinnen, zudem er auch Stimmen von rivalisierenden Parteien bekam.
Inzwischen ließ die Oppositionspartei Chama Cha Demokrasia Na Maendeleo (Chadema) verlauten, dass sie Jakaya Kikwete nicht als Präsidenten anerkennen, da seine Wiederwahl von mehrere Formfehlern gezeichnet ist. Wilbrod Slaa, der Präsidentschaftskandidat von Chadema, fügte an, dass Präsident Kikwete das Ergebnis einer fabrizierten Wahl sei. Nach seien Angaben erlaubte die nationale Wahlkommission nicht, die für die Präsidentenwahl bekannt gegebenen Wahlergebnisse zu hinterfragen und verweigerte dadurch seiner Partei die rechtliche Klärung. „Ich sagte dies schon bevor die nationale Wahlkommission die Ergebnisse bekannt gab und wir schrieben ihnen, um unsere Befürchtungen darzustellen, bekamen jedoch keine Antwort. Deshalb konnten wir nur das Gesamtergebnis ablehnen und den Präsidenten nicht anerkennen.“ Der frühere Abgeordnete aus Karatu fügte hinzu, dass es schwierig sei Wahlergebnisse anzuerkennen, die ohne demokratische Regeln zu beachten, erfasst wurden.