Das Forum brachte Regierungsbeamte, Parlamentsabgeordnete, Sicherheitsexperten, zivilgesellschaftliche Führungspersönlichkeiten, Frauenrechtsgruppen und Medienvertreter zusammen. Ziel des Dialogs war es, die Lehren aus kürzlich von extremistischer Kontrolle befreiten Gebieten zu untersuchen und Wege zu einem nachhaltigen Frieden zu identifizieren.
Die Veranstaltung wurde offiziell von Senatorin Seynab Ismail Mohamed, Vorsitzende des Senatsausschusses für natürliche Ressourcen, Infrastruktur, Wirtschaft und Transport, eröffnet. In ihrer Ansprache lobte sie das elfte Parlament von Somalia dafür, wichtige Gesetze zur Stabilisierung befreiter Gebiete verabschiedet zu haben. Sie merkte auch an, dass die Koordination zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren zur Bekämpfung extremistischer Einflussnahme verbessert wurde.
Osman Moallim, Vorsitzender der SONSA, hob in seiner Begrüßungsrede die entscheidende Rolle der Zivilgesellschaft bei der Ergänzung staatlicher Bemühungen zur Bekämpfung von Extremisten und zur sozialen Stabilität hervor. Edgar Mwine, Projektmanager der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), dankte den Somali Non-State Actors für die Initiierung des Dialogs und bekräftigte das Engagement der KAS zur Unterstützung solcher Initiativen.
Senatorin Adar Ali Mohamed, Parlamentarierin des Galmudug-Staates, und Amino Ahmed Samater, Genderbeauftragte aus dem Büro des Premierministers, hielten ebenfalls kurze Reden, in denen sie die unverzichtbare Rolle der Frauen beim Friedensaufbau und der Stabilisierung hervorhoben.
Der anschließende Dialog umfasste vier Panels. Das erste Panel konzentrierte sich auf die Bedeutung von Vertrauensaufbau, lokale Prioritäten und das Risiko der Marginalisierung nach der Befreiung. Die Panelteilnehmer betonten, dass nachhaltige Stabilität von Versöhnung, Wiederaufnahme der Dienstleistungen und inklusiver Regierungsführung abhänge.
Das zweite Panel diskutierte militärische Erfolge sowie Schwierigkeiten der Regierungsführung und Stabilisierung. Es konzentrierte sich auf den Übergang von Sicherheitsoperationen zur zivilen Verwaltung. Das Panel fragte nach den Lektionen der jüngsten Offensiven und diskutierte die institutionelle Bereitschaft, die für eine Regierungsführung nach der Befreiung erforderlich ist.
Das dritte Panel behandelte die Bereitstellung von Dienstleistungen, soziale Rehabilitation und institutionelle Koordination, indem es frühere Stabilisierungsinitiativen untersuchte und wiederkehrende Lücken identifizierte. Die Panelteilnehmer betonten, dass Stabilisierung koordinierte Arbeit über Institutionen, lokale Behörden und Gemeinschaftsstrukturen hinweg erfordere.
Das letzte Panel analysierte, wie internationale Partner, Akteure der Diaspora und nationale Institutionen ihre Anstrengungen zur Stabilisierung besser aufeinander abstimmen könnten. Es kam zu dem Schluss, dass die Finanzierung von Stabilisierung flexibel und schnell sein und in enger Abstimmung mit den staatlichen Plänen zur Neuorganisation der rückeroberten Bezirke ablaufen müsse.
Den Dialog beendete Osman Moallim mit zusammenfassenden Bemerkungen. Er drückte allen Teilnehmenden, Moderatoren und dem KAS-Team seinen Dank aus. Die Veranstaltung wurde offiziell von Senatorin Adar Ali Mohamed, Mitglied des Hauses des Volkes des Parlaments von Somalia, geschlossen. Sie rief die Zivilgesellschaft dazu auf, Erbauer und Partner in der Entwicklung zu sein, nicht nur Beobachter und Wächter.
Über diese Reihe
Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.