Veranstaltungsberichte

Die Schweiz - Unbekannter Nachbar

Vom 25.-27. März fand am Bodensee ein Seminar "Die Schweiz - Unbekannter Nachbar" statt.

Thomas Küng Journalist und Verleger aus Zürich, gab eingangs eine humorvolle Einführung in die Schweizer Seele. Er las Passagen seines Buches Buch „Gebrauchsanweisung für die Schweiz. Schweizern solle man nur dann, wenn es wirklich paßt, Komplimente machen und sie nicht inflationär wie in Deutschland verteilen. Der Schweizer taue nur langsam auf und nenne nicht jeden Bekannten gleich einen Freund. Tief verwurzelt sei bei vielen Schweizern ein Minderwertigkeitskomplex, der aus der geringen Größe des Landes rührt. Zudem seien de Unterschiede in den Sprachregionen zu beachten.

Dr. Rupert Kalkofen führte mit beeindruckendem historischem Wissen durch die historische Altstadt St.Gallens. Der Besuch der berühmten Stiftsbibliothek von St. Gallen, 30.000 Bände, zum größten Teil Jahrhunderte alt, war ein Höhepunkt des Besichtigungsprogramms

Prof. Christoph Frei von der Universtität St.Gallen referierte zum Thema „Aktuelle Fragen der Schweizer Politik“. Er behandelte das komplizierte politische System der Schweiz und erklärte im Detail, was es mit dem "Konkordanzsystem" auf sich hat. Die Neutralität das Landes, existiere nur noch auf dem Papier, weil die Schweiz mittlerweile Mitglied in über 200 internationalen Organisationen ist. Im Rahmen seines Vortrags kam Prof. Frei immer wieder auf die besondere Geschichte der Schweiz zurück und zeigte, wie stark diese das Land geprägt hat.

Thomas Strack Altstipendiat der Stiftung und Kreditspezialist, beschrieb die Beziehungen zwischen der Eidgenossenschaft und der Europäischen Union und legte vielfache Verflechtungen offen. Die Schweiz sei ein privilegierter Partner der EU, mit einer guten Perspektive für den Beitritt zu EU.

In einem zweiten Teil berichtete der Referent von seinen persönlichen Erfahrungen als Deutscher in der Schweiz. Er beschrieb, seinen Weg in die Schweiz und wie er sich privat und beruflich integrierte.

Autor: Dr. Winrich Meyer

Teilnehmer Seminar Schweiz Keine