Veranstaltungsberichte

Thüringer Hochschulen im Brennpunkt der Globalisierung

Rhetorikkurs zu aktuellen hochschulpolitischen Fragestellungen

Rhetorik ist „die Redekunst“.

In der Antike war sie im allgemeinen Sinne die Kunst der freien, öffentlichen Rede, die nach Aristoteles in Pathos, Ethos und Logos eingeteilt wurde. Aufgabe der Rhetorik als einer „Kunst der Überredung“ war es, Wege zu erforschen und Mittel bereitzustellen, die nötig sind, um eine Gemeinsamkeit zwischen Redner und Zuhörern herzustellen, auf deren Basis es ermöglicht wird, eine subjektive Überzeugung zu verallgemeinern.

Bis heute spielt die Rhetorik eine tragende Rolle in unserer Gesellschaft. Besonders großes Interesse besteht seitens der Politik, die ihre Interessen durch überzeugendes Auftreten vertritt.

Das Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung des Bildungswerkes Erfurt, das vom 24.05.- 25.05.08 im Tagungshaus Jakob-Kaiser-Haus in Weimar unter dem Titel „Thüringer Hochschulen im Brennpunkt der Globalisierung- Rhetorikkurs zu aktuellen hochschulpolitischen Fragestellungen“ stattfand, setzte sich mit aktuellen Fragen zur Hochschulpolitik auseinander und richtete sich vor allem an Studierende. Der Referent Hans-Georg Roth, der als Redenschreiber am Kultusministerium in Thüringen sowie als Dozent der Universität Erfurt tätig ist, führte zunächst in das Thema ein.

Er stellte die Grundlagen der Rhetorik vor, vermittelte Redestrategien und analysierte den Aufbau einer überzeugenden Rede. Darüber hinaus wurden Interviewtechniken trainiert und politische Reden untersucht.

Im Anschluss referierte Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg, Staatssekretär des Thüringer Kultusministeriums, zur aktuellen Hochschulpolitik des Landes und stellte sich in einer Diskussionsrunde den Fragen der Studierenden.

Ferner machte Hans-Georg Roth die Teilnehmer mit verschiedenen Formen der Rede vertraut, wobei jeder die Gelegenheit erhielt, selbst aktiv zu werden und eine Rede zu verfassen, die schließlich aufgezeichnet, vorgetragen und auf ihre Wirkung hin untersucht wurde.