Veranstaltungsberichte

Wirtschaftliche Erfolge in Thüringen

Entwicklungen von 1990 bis zur Gegenwart

Vortrag mit Gespräch

Der Thüringer Minister für Wirtschaft, Technologie und Arbeit Jürgen Reinholz zeigte die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Thüringen von 1990 bis zur Gegenwart auf. Dabei unterschied er vier Phasen:

In der ersten Phase sah er den Einbruch der industriellen Produktion 1990/91. In dieser Zeit wandelte sich die Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft.

In der zweiten Phase in der Zeit von 1992-1996 war ein Bauboom zu verzeichnen. Diese Phase war geprägt durch eine hohen Konsumnachholbedarf.

In der dritten Phase von 1997 – 2002 kam es zu einer „Normalisierung“. Diese war zu erkennen an der Schrumpfung des Bausektors, an einer Konsumsättigung. Der Aufholprozess kam in dieser Zeit zum Stillstand und die Industrie übernahm die Rolle als Wachstumsmotor.

Die vierte Phase ist gekennzeichnet durch die Entstehung wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstrukturen.

Die größte wirtschaftspolitische Herausforderung besteht weiterhin in der Nutzung der Standortvorteile.

Herr Herwig verwies als Unternehmer auf die Förderung der Unternehmen durch die Landesregierung und bescheinigte Schmalkalden eine gute Entwicklung im Abbau der Arbeitslosigkeit. Allerdings verwies er auch auf noch bestehende Herausforderungen wie die noch mangelnde Verkehrsanbindung Schmalkaldens und die Herausforderung für Unternehmen, auf schleichende Preissteigerungen zu reagieren. Er verdeutlichte, dass die Unternehmen Weltoffenheit, neue Produkte und Märkte brauchen, um die Zukunft bestehen zu können.

Herr Reinholz verwies auf den erfolgreichen Weg der Thüringer Wirtschaft in den vergangenen Jahren. Die Teilnehmer teilten diese Sicht und riefen dazu auf, die Erfolge - ähnlich wie in der Veranstaltung – verstärkt zu thematisieren und aufzuzeigen, wo das Land Thüringen im Jahr 1990 gestartet ist.

Die Veranstaltung wurde durch den Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Jens Goebel moderiert.