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Weitere Verhaftungen im Fall „Ergenekon“

Verbotsverfahren gegen AKP in der Endphase

Die jüngste Verhaftungswelle im Rahmen der Ermittlungen gegen eine ultranationalistische Untergrundorganisation mit der Bezeichnung „Ergenekon“ und deren zeitliche Nähe zu den Verhandlungen im Verbotsverfahren gegen die regierende Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) vermitteln den Eindruck, dass es sich hier um eine Zuspitzung des Machtkampfes zwischen den religiösen und säkularen politischen Kräften in der Türkei handelt.

AKP-Verbotsantrag und Ermittlungen gegen den „tiefen Staat“ stellen die Türkei vor Zerreißprobe

Der politische Machtkampf zwischen den politischen Lagern in der Türkei hat sich in den letzten Wochen erneut zugespitzt und stellt das Land vor eine innenpolitische Zerreißprobe. Die Linien des Konflikts lassen sich nicht einfach nachzeichnen, im Wesentlichen verlaufen die Fronten jedoch zwischen den konservativ-religiösen Kräften um die Regierungspartei AKP (Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei) und dem laizistisch-kemalistischen Lager.

Türkei: Verfassungsreform, Kämpfe im Nordirak, Verhandlungen mit der EU

Die innenpolitische Debatte in der Türkei wird seit einigen Monaten von Spekulationen um die geplante neue Verfassung geprägt. Die regierende Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) hatte die Ausarbeitung einer „zivilen“ Verfassung (die geltende Verfassung ist vom Militär 1982 durch ein Referendum eingeführt worden) bereits während des Wahlkampfes im Sommer 2007 zu ihrem Hauptthema gemacht. Nach dem überragenden Wahlsieg am 22. Juli 2007 wurden dann die Vorbereitungen eines neuen Verfassungsentwurfs mit Nachdruck vorangetrieben.

Das Verhältnis von Islam und Demokratie in der Türkei zwischen Islamisierung der Politik und Politisierung des Islam

Mit dem Laizismus, der Trennung vom religiösen und weltlichen Bereich, hat die Türkei einen Weg gefunden, Demokratie und Islam zu vereinbaren, wenn auch nicht konfliktfrei. Der strenge Ansatz des Laizismus ist immer wieder ein Grund, Grenzfälle zu diskutieren, und ruft damit auch islamistische Bewegungen auf den Plan. Die Auseiandersetzungen über den politischen Islam könnten aber letztendlich dazu führen, dass die Türkei zu einem Modell für die islamische Welt wird.

Monitoring der Landeskunde für Imame

Zum zweiten Mal wird nunmehr die deutsche Landeskunde für Imame, die von der türkischen Regierung nach Deutschland zur geistlichen Betreuung türkischer Migrant(inn)en geschickt werden, durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Diyanet İşleri Başkanlığı hat die Konrad Adenauer-Stiftung dieses einwöchige Landeskundeseminar initiiert und durchgeführt. Das Landeskundeseminar basiert auf einem ausführlichen Curriculum, das durch didaktische Materialien komplettiert wird. Eine Übersicht über das Curriculum und seine Module findet sich im Anhang (Kapitel 6). Das Curriculum lässt den Dozenten und Dozent(inn)en Freiräume zur eigenen Gestaltung ihrer jeweiligen Lehrveranstaltungen.

Erdoğans Kabinett vom Parlament bestätigt

Das türkische Parlament hat das Kabinett von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan mit 337 von 535 Stimmen bestätigt. Mit der Installierung der neuen Regierung ist die Machtübernahme der islamisch-konservativen Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) in der Türkei besiegelt.

Nach den Parlamentswahlen in der Türkei

AKP trotz Wahlsieg schwächer im Parlament

Die vorgezogenen Parlamentswahlen in der Türkei haben den Umfrageergebnissen Recht gegeben und der regierenden Partei der Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) einen deutlichen Sieg beschert.

Die Türkische Parteiendemokratie

Diskussionen über Parteien, Wahlrecht und die politische Kultur

Seit den ersten Versuchen des Aufbaus eines Parteiensystems hat die Türkei, im Takt mit dem Auf und Ab der Politik selbst, das Kommen und Gehen vieler Parteien und politischen Bewegungen erlebt und einen Typus von Parteiendemokratie und Parlamentarismus hervorgebracht, der, zumal vor dem Hintergrund einer schwachen Zivilgesellschaft und einer anfälligen politischen Kultur insgesamt, in manchen Punkten der Korrektur bedarf.

Die Türkei vor den Wahlen: AKP baut auf Sieg

Referendum zur Verfassungsreform zugelassen

Zwei Monate nach der gescheiterten Präsidentschaftswahl, die zu einer politischen und verfassungsrechtlichen Krise führte, bereitet sich die Türkei jetzt auf die vorgezogenen Parlamentswahlen am 22. Juli 2007 vor. Seit dem 3. Mai, als sich die Parteien im Parlament auf den Termin für Neuwahlen geeinigt haben, läuft der Wahlkampf auf Hochtouren.

Vorgezogene Parlamentswahlen sollen Türkei aus der Krise führen

Die gescheiterte Präsidentschaftswahl hat die politischen Gräben in der Türkei neu aufgerissen und eine Machtprobe zwischen dem religiösen und weltlich orientierten Lager ausgelöst, die das politische System erschüttert hat. Einen Ausweg aus der Krise sollen nun vorgezogene Parlamentswahlen bringen.