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Vietnam - Profiteur einer fragmentierten Welt?

Vom Effizienzprinzip zur Resilienzlogik globaler Lieferketten

Die globale Wirtschaftsordnung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Geopolitische Fragmentierung und die Rivalität zwischen den USA und China verschieben die Maßstäbe internationaler Wirtschaftsbeziehungen: Effizienz und Kosten treten gegenüber sicherheits- und strategiepolitischen Erwägungen zurück. Staaten und Unternehmen priorisieren Resilienz, Risikoabsicherung und die Reduktion kritischer Abhängigkeiten. Auch die EU und Deutschland lösen sich damit von einer rein marktbasierten Logik globaler Wertschöpfungsketten. Vor diesem Hintergrund gewinnt Vietnam als Standort zur Diversifizierung von Produktions- und Lieferketten an Bedeutung. [1]

IMAGO / Xinhua

Der 14. Parteikongress der Kommunistischen Partei Vietnams

Neues Mandat, neue Maßstäbe - Generalsekretär To Lam und seine epochale Reformagenda

Der 14. Nationale Parteikongress der Kommunistischen Partei Vietnams fand vom 19. bis 23. Januar 2026 in Hanoi statt. Beim wichtigsten politischen Großereignis des Landes wählen über 1500 Delegierte für die nächsten fünf Jahre ein neues Zentralkomitee mit 200 Mitgliedern, aus dessen Reihen die Mitglieder des Politbüros hervorgehen. Der diesjährige Parteikongress war für die Entwicklungsstrategie Vietnams richtungsweisend, denn zur Probe standen die umfassendsten Reformen seit Vietnams wirtschaftlicher Öffnung im Jahr 1986.

Bambusdiplomatie mit Rüstungslogik: Vietnams Kurs zwischen den Blöcken

Hanoi balanciert zwischen den Großmächten und arbeitet parallel an moderner Beschaffung, Kooperationen und eigener Industrie

Vietnams Außenpolitik der Balance („Bambusdiplomatie“) prägt zunehmend auch die Rüstungs- und Industriepolitik. Angesichts wachsender Spannungen im Südchinesischen Meer und unsicherer Lieferketten sucht Hanoi neue Partner, ohne bestehende Abhängigkeiten abrupt zu kappen. Der Bericht beleuchtet, wie Diversifizierung, Technologiezugang und lokale Wertschöpfung zusammenspielen und welche Risiken und Chancen daraus für regionale Stabilität und europäische Zusammenarbeit entstehen.

Studie zur Bewertung der 500 größten vietnamesischen Privatunternehmen

VPE500 – Bericht 2025

Der vom National Institute for Economics and Finance (NIEF) im Finanzministerium erstellte und von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Vietnam unterstützte Bericht untersucht die 500 führenden Privatunternehmen Vietnams in den Jahren 2022–2023 einer Phase wirtschaftlicher Erholung und kräftigen Wachstums. Die Bewertung stützt sich auf Beschäftigtenzahl, Vermögenswerte und Umsatz und misst die tatsächliche Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Bedeutung dieser Unternehmen, statt sie nur nach Größe zu listen.

Forschung – Wie ausländische Direktinvestitionen (FDI) zur Industrialisierung Vietnams beitragen

Dieser Bericht, erstellt vom National Institute for Economics and Finance (NIEF) des vietnamesischen Finanzministeriums mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Vietnam, präsentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts aus dem Jahr 2025. Ziel der Studie ist es, die Rolle ausländischer Direktinvestitionen (FDI) in der Industrialisierung Vietnams zu beleuchten – mit einem Fokus auf den Zeitraum von 2011 bis heute. Die Analyse zeigt den Beitrag von FDI in zentralen Bereichen: industrielle Entwicklung, Wirtschaftswachstum, Handel, Wissenschaft und Technologie, Arbeitsmarkt sowie gesellschaftlicher Wandel. Der Bericht liefert faktenbasierte Einblicke, wie FDI Vietnams Weg zu einer modernen Industrienation geprägt hat.

KI-geniert mit Adobe Firefly, Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Eine zweite Chance für die Nuklearenergie in Vietnam

Der steigende Energiebedarf in Vietnam führt zu einem (Wieder-)Einstieg in die Nuklearenergie

Vietnam, eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Südostasiens, steht vor der dringenden Herausforderung, seinen stetig wachsenden Energiebedarf nachhaltig und zuverlässig zu decken. Stromengpässe und Blackouts in den vergangenen Jahren hatten ausländische Investoren aufgeschreckt. Angesichts der globalen Bemühungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und der Notwendigkeit, den nationalen Energiemix zu diversifizieren, rückt nun die Nuklearenergie zunehmend in den Fokus.

Studie: Globale E-Commerce-Trends und ihre Bedeutung für den EU–Vietnam-Handel

Die vom Vietnam Institute for Development Strategies (VIDS) gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Vietnam erarbeitete Studie zeigt, wie digitale Handelsformen den Austausch zwischen der EU und Vietnam verändern. E-Commerce stärkt den Zugang zu Märkten, beschleunigt Handelsprozesse und erleichtert Unternehmen den grenzüberschreitenden Markteintritt. Durch die Analyse globaler Trends und digitaler Infrastrukturen formuliert der Bericht konkrete Hebel, um regulatorische Hürden abzubauen und den bilateralen Onlinehandel auszubauen. Die Ergebnisse bieten Politik und Wirtschaft Orientierung, um Vietnams Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Zeitalter zu erhöhen und den EU–Vietnam-Handel nachhaltig zu vertiefen.

Studie Auswirkungen der IUU-Gelbkarte auf Vietnams Seafood-Export in die EU

Die gemeinsame Untersuchung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Vietnam und des Vietnam Institute for Economic and Policy Research analysiert die Folgen der IUU-Gelbkarte für Vietnams Meeresfrüchteexporte. Sie bewertet die bisherigen Reformschritte und betont, wie entscheidend weitere Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit für die Sicherung des EU-Marktzugangs sind.

Job Announcement

Part-time Position: Project Admin plus Accountant

The German Political Foundation “Konrad-Adenauer-Stiftung” (KAS), seeks to contract a PROJECT ADMIN PLUS ACCOUNTANT part time position for three years project “Preserving the Global Commons: Promoting Maritime Diplomacy in Southeast Asia” in Ha Noi, Viet Nam. Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) together with the Diplomatic Academy of Vietnam (DAV) is implementing this project. This project aims to support maritime diplomacy and foster a rules-based maritime order in Southeast Asia by enhancing regional cooperation, capacity-building, and joint research on maritime issues.

IMAGO / photothek

Wie viel Sonne darf ins Netz?

Herausforderungen und Chancen der Solardachförderung im Kontext der vietnamesischen Energietransformation.

Weltweit gehört Vietnam zu den fünf Ländern, welche vom Klimawandel am stärksten betroffen sind. Gleichzeitig entwickelt sich eine konsumstarke Mittelschicht, deren Energienachfrage von Tag zu Tag wächst. Dabei will Vietnam bis 2050 klimaneutral wirtschaften. Besonders die Industrie soll grüner wachsen. Großangelegte Solarparks sollten den neuen Energiehunger stillen. Doch der Solarboom scheint erschöpft. Nun wendet sich der Blick auf nicht-gewerbliche Lösungen: Kleine Anlagen auf den Dächern von Haushalten und Büroräumen. Welche Chancen verbinden sich mit der Solardachförderung und welche neuen Impulse lassen sich von ihr erwarten?